Mit einer ausführlichen Präsentation informierte Patrik Habeth, Mitarbeiter der Firma Forplan aus Bonn, die anwesenden Gemeinderäte während der öffentlichen Sitzung über die Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplanes. Fragen wie „Wo stehen wir?“ oder „Wo hat sich etwas getan seit dem zuletzt aufgestellten Plan?“ wurden beantwortet. Ein wesentlicher Teil befasste sich mit dem Personalkonzept. Ist die Gemeinde auch aktuell gut aufgestellt, muss immer ein wesentlicher Blick in die Zukunft gehen. Hier wurde im speziellen die laut Patrik Habeth „sehr gut aufgestellte“ Jugendfeuerwehr von Küssaberg angesprochen.

So laufen die Proben ab

Es ist Montagabend. Pünktlich um 18.45 Uhr steht an den Feuerwehrgerätehäusern in Dangstetten, Bechtersbohl und Küssnach sowie an der Gemeindehalle in Reckingen und am ehemaligen Gerätehaus in Kadelburg der Nachwuchs der Küssaberger Freiwilligen Feuerwehr parat. Perfekt in Montur warten die Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren darauf, hier von ihren Ausbildern mit dem Feuerwehrauto für die wöchentliche Probe abgeholt zu werden.

Schon jetzt gehen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr routiniert mit dem Material um.
Schon jetzt gehen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr routiniert mit dem Material um. | Bild: Vivien Schlaak

Am Feuerwehrgerätehaus in Rheinheim angekommen, beginnt routiniert das Programm. Die Gruppe stellt sich zusammen auf und erfährt dann von einem der vier ehrenamtlichen Ausbildern, wie der Abend verläuft. Heute steht der Funkraum auf dem Plan. „Wir haben eigentlich immer einen praktischen Teil in den Proben oder auch mal Stationen mit Theorie“, fasst Vivien Schlaak, stellvertretende Abteilungsleiterin Jugend grob den Ablauf der Kinder- und Jugendproben zusammen.

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„Bei den Kleineren müssen wir darauf schauen, dass die Einheiten nicht zu lang sind. Da gibt es dann auch mal gemeinsame Spiele“, berichtet sie weiter. Spiele wird es auch am Wochenende geben, wenn endlich nach langer Zeit wieder eine gemeinsame Übernachtung stattfinden kann. Hier und da hört man die Kinder und Jugendlichen bereits darüber sprechen. Neben den abwechslungsreichen Proben sind es wohl auch diese Veranstaltungen, die von dem Nachwuchs so geschätzt werden. Zeltlager, Mensch-ärgere-dich-nicht-Turniere, Minigolf-Abende und Schau-Übungen für die Familien gehören zum Standard der Nachwuchs-Abteilung und fördern den Zusammenhalt.

Schau-Vorführungen gehören zum Programm der Jugendfeuerwehr dazu.
Schau-Vorführungen gehören zum Programm der Jugendfeuerwehr dazu. | Bild: Vivien Schlaak

Überschlägt man den Zeitaufwand für all die Aktivitäten kurz im Kopf, wird schnell klar, wie zeitintensiv das Ehrenamt der Ausbilder ist. „Wir sind alle Herzblut-Feuerwehrleute“, sagt Vivien Schlaak nur freundlich lachend auf die Frage, warum sie sich alle in ihrer freien Zeit engagieren. „Wir sehen auch den Wert, den das alles hat. Die Entwicklung der Kinder mitzubekommen, ist toll“, erklärt sie weiter und weiß „die Jugendfeuerwehr generiert die meisten Mitglieder“. Erst im vergangenen Jahr konnten zwei Jugendliche in die Einsatzabteilung übernommen werden.

Während der Proben wird auch der Inhalt des Feuerwehrautos erklärt.
Während der Proben wird auch der Inhalt des Feuerwehrautos erklärt. | Bild: Vivien Schlaak

Mit dem Ende der gut 90-Minütigen Probe ist die Arbeit der Übungsleiter noch nicht vorbei. So wie der Abend begonnen hat, endet er auch wieder. Die Kinder steigen in die Feuerwehrautos und werden nachhause gefahren. Jetzt heißt es für die kommenden Tage letzte Vorbereitungen für das Wochenende zu treffen. Pläne für das kommende Jahr gibt es auch bereits „Wir wollen wieder einige Kinder auf unser Leistungsabzeichen, die Jugendflamme, vorbereiten“, sagt Vivien Schlaak und hofft, dass auch wieder Ausflüge stattfinden können.

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