„Ich habe einfach Interesse daran gehabt, Musik zu machen“, sagt Philipp Hansmann über seine Beweggründe als junger Mann in den Musikverein Rheinheim einzutreten. Mittlerweile sind 60 Jahre vergangen. Jetzt wurde er für die vielen Jahrzehnte Mitgliedschaft geehrt.

Kleine Trommel am Anfang

Angefangen hat Philipp Hansmann noch vor seinem Eintritt in den Musikverein mit einer Ausbildung an der kleinen Trommel. „Das war in Lauchringen durch einen alten Regimentstrommler namens Knab“, erinnert sich der Jubilar. Nach zwei Jahren erfolgte 1960 der offizielle Eintritt in den heimischen Musikverein. Hier stieg Philipp Hansmann vor gut 25 Jahren auf die Kesselpauke um, der er bis heute treu geblieben ist.

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Schnell ging sein Engagement innerhalb des Vereins über das Musizieren hinaus. Gerade mit seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Elektromeister konnte er sich optimal einbringen. Während Bezirksmusikfesten und Konzerten übernahm er die notwendigen elektrischen Arbeiten für die Stromversorgung und Beleuchtung.

An diesem Abend spielten sie nur für ihn. Philipp Hansmann wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt und erhielt hierfür ein Privatkonzert.
An diesem Abend spielten sie nur für ihn. Philipp Hansmann wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt und erhielt hierfür ein Privatkonzert.

1977 ergab sich für den Verein die Möglichkeit, dass bisher beengte Probenlokal im alten Ortskern von Rheinheim in die etwas großzügigeren Räume in der Zehntscheuer zu ziehen. Für das Projekt übernahm Philipp Hansmann die Bauleitung.

„Es war aber immer schon mein Wunsch, dass wir uns noch weiter vergrößern“, erinnert sich der 77-Jährige an die damalige Situation. 2006 war es dann soweit. Es wurden weitere Räumlichkeiten in dem Gebäude frei und noch einmal übernahm er die Bauleitung.

Kollegen geben Privatkonzert

Mit einer Ehrung, ebenso besonders wie sein jahrzehntelanges Engagement für den Verein, wurde Philipp Hansmann geehrt. Entsprechend der aktuell geltenden Vorgaben spielten seine Vereinskolleginnen und Kollegen für ihn und seine Familie ein Privatkonzert.

Im Rahmen dieser Festlichkeit überreichte auch die erste Bürgermeister-Stellvertreterin Liselotte Noth eine Urkunde. In ihrer Dankesrede lobte sie Philipp Hansmann als ein Vorbild für alle und erinnerte gleichzeitig an weitere Projekte, wie beispielsweise den Mehrgenerationsplatz Bädle, wo auch er die Bauleitung innehatte.

Gefragt nach seinen Plänen für die Zukunft in dem Verein sagt der Jubilar nur lächelnd „Mal schauen“. Zunächst hofft der Musiker zusammen mit seinem Verein, dass vielleicht im Frühjahr das geplante Konzert stattfinden kann.