Wer das Museum in Küssaberg kennt, der weiß, dass es dort immer etwas Besonderes zu sehen gibt. So auch dieses Mal. Jürgen Barabas seines Zeichens auch der Vorstand des Museumsvereins hat dieses Mal selbst für eine Ausstellung gesorgt.

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Er sagt selbst: „Als gelernter Schreiner entwickelt man sicher einen anderen Blick für unsere Bäume als manch ein anderer. Da ist der Wuchs, die Rinde, die Blätter, die Früchte, der Geruch und die Haptik, das Anfassen. Ich als Sammler, der solche Dinge aufhebt, anschaut, befühlt und beschnuppert, bin einfach begeistert von der unendlichen Schöpfungskraft der Natur, sehe dahinter eine besondere Architektur oder Technik. Bionik, schauen, wie es die Natur macht.“

Der Koffer mit Samen und Früchten, mit dem man ein selbst gefertigtes Mandala erstellen kann.
Der Koffer mit Samen und Früchten, mit dem man ein selbst gefertigtes Mandala erstellen kann.

Er suchte auch Gleichgesinnte und fand einen Händler in der Schweiz, Bruno Matter aus Großwangen bei Luzern. Dort erstand er auch einige Exponate, die er in seine Sammlung brachte. Da aber diese Sammlerstücke, wie Samen und Samenkapseln, für den Betrachter eigentlich sehr klein sind, fand er in Thomas Eichkorn, einem Freund und Experten der Fotographie, einen Helfer, der durch den Fokus der Kamera die Stücke so groß wirken lassen kann, dass man die Faszination der Natur noch besser bewundern kann. Zu ihm ging Jürgen Barabas, belegte im wahrsten Sinne des Wortes dessen Wohnzimmer mit seinen Exponaten und sagte „mach mal“.

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So entstand nach gefühlter tagelanger Belagerung das Plakat zur Ausstellung und viele Bilder im Museum. Arlyn Kersten, eine Bekannte Eichkorns, hielt die Laudatio und erklärte dabei, wieviel Arbeit und Liebe zum Detail in der Sammlung und besonders in den Fotos steckt. Allein das Plakat wurde als Mandala angerichtet. Das Wort Mandala bedeutet Kreis oder kreisförmig. Symmetrische Kreise bilden die Einfassung des heiligen Mittelpunkts. Die Mitte des Mandalas heißt Bindu und symbolisiert den mythischen Berg in der Mitte des Universums. So ist das Plakat zu sehen.

Vielfalt der Natur. Hier Eukalyptus, wie man ihn so nicht kennt.
Vielfalt der Natur. Hier Eukalyptus, wie man ihn so nicht kennt.

Thomas Eichkorn erklärte in seiner Begrüßung noch einmal die Techniken der Fotographie und die Feinheiten und Techniken, die man bei der Fine-Art-Prints Technik anwendet, um solche Bilder, wie sie im Museum zu sehen sind, herzustellen. „Wir haben euch einen kleinen Koffer mit Samen und Früchten dorthin gestellt, so dass jeder selbst einmal so ein Mandala legen kann, wenn er möchte“, so die Schlussworte von Thomas Eichkorn.