Vor wenigen Wochen verabschiedete der Gemeinderat das Gesamt-Sanierungskonzept für das Vereinshaus in Kadelburg. Auf Basis eines Antrages der Gemeinderäte Susanne Böger, Irene Faller, Melanie Schweizer, Peter Niemann und Jürgen Fesser (alle Bündnis 90/Die Grünen) wurden nun noch die Möglichkeiten für die Installation einer Photovoltaikanlage im Rahmen der öffentlichen Sitzung besprochen.

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Der mit der Bauleitung beauftragte Gerhard Bachmann vom Planungsbüro Bachmann GmbH aus Hohentengen informierte gemeinsam mit Karl Jehle von dem Unternehmen KJV aus Kadelburg und dem zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde Klaus Gäng über die Möglichkeiten. „Grundsätzlich kann man sagen, dass es möglich ist“ informierte zunächst Gerhard Bachmann und verwies dabei auf die Statik. Prinzipiell sei mit gut 8000 Euro Mehrkosten bei den Sanierungsarbeiten zu rechnen, um notwendige Leitungen und weitere bauliche Maßnahmen vorzunehmen.

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Die Anlage selbst würde mit einer Größe von 16,66 kWp gut 32.800 Euro kosten. Mit eventuellen Wartungs-, Versicherungs- und Unterhaltskosten wurde die Gesamtinvestition auf 46.248 Euro kalkuliert. Genutzt werden könnte der produzierte Strom für den Verbrauch im Vereinsheim, in dem zukünftig auch eine Kinderkrippe beheimatet sein wird.

Die Weichen werden während der Sanierung des Vereinshaus gesetzt, dass eine Photovoltaik-Anlage problemlos später noch installiert werden kann.
Die Weichen werden während der Sanierung des Vereinshaus gesetzt, dass eine Photovoltaik-Anlage problemlos später noch installiert werden kann. | Bild: Tina Prause

Auch die Stromversorgung für das dort stehende Elektro-Auto der Gemeinde, welches unter anderem von dem Schulmensa-Team genutzt wird, könnte von der nachhaltigen Stromgewinnung profitieren. Mit einem auf 20 Jahre kalkulierten Einkommen, könnte mit einem Gewinn von 8.730 Euro zu rechnen sein. In die Kalkulation nicht mit einbezogen waren eventuelle Förderungsgelder.

Stromverbrauch nicht kalkulierbar

Prinzipiell zeigte sich der Gemeinderat offen. „Diese Verantwortung haben wir“, äußerte sich beispielsweise Armin Vetter (CDU). Im Hinblick auf die Investitionskosten und den aktuell noch nicht abzusehenden Stromverbrauch in dem Vereinshaus, schlug Helmut Karlsch (CDU) vor, zunächst noch nach Standorten mit heute schon kalkulierbarem Stromverbrauch zu schauen. „Wirtschaftlichkeit ist eine Frage, eine andere ist, was wollen wir für die Umwelt machen“, argumentierte Jürgen Fesser (Bündnis 90/Die Grünen) hingegen für einen Start am Vereinshaus.

Mit zwölf Ja-Stimmen entschied das Gremium sich, zunächst nach alternativen Standorten für eine Photovoltaik-Anlage zu schauen. Zudem sollen im Vereinshaus in Kadelburg während der Sanierungsarbeiten entsprechende Leerrohre eingebaut werden, um einen eventuellen Einbau zu einem späteren Zeitpunkt problemlos möglich zu machen.