Ziemlich genau ein halbes Jahr ist es her, seit die Verwaltung die notwendigen Verträge unterschrieben hat, um mit einen Car-Sharing-Konzept zusätzliche und nachhaltige Transportmöglichkeiten zu bieten. Die für das Projekt verantwortliche Initiative „Moobiles Küssaberg“ blickt auf erfolgreiche sechs Monate zurück, welche auch die Entscheidung des Gemeinderates, der im März für die Einführung des Angebots stimmte, bestätigt.

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Ein Resümee

Zwei Standorte wurden für die zwei Elektrofahrzeuge der Marke Renault Zoe geschaffen. Während ein Auto in Rheinheim vor dem Rathaus steht, wurde für das weitere „E-Car“ eine Möglichkeit in Höhe des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses in Kadelburg gefunden.

Schon wenige Wochen nach der Einführung des Angebots konnten sich die Mitglieder der Initiative Moobiles Küssaberg über ein reges Interesse an dem Car-Sharing-Angebot freuen.

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Rund 90 Einzelbuchungen wurden gezählt, die zusammen 400 gebuchte Stunden und über 6.500 gefahrene Kilometer brachten. Stand Januar sind es über 12.000 gefahrene Kilometer von Bürgerinnen und Bürger der verschiedensten Altersgruppen und mit unterschiedlichen Motivationen für die Teilnahme.

Mehrwert für Studenten

Während für die einen der Ersatz eines Zweitwagens im Vordergrund steht, ist es für andere der nachhaltige Gedanke. Wiederum Studierende, welche sich nur zum Heimatbesuch in Küssaberg befinden, freuen sich über die Möglichkeit, nicht nur in der Universitätsstadt, sondern auch zuhause das Angebot von „my e-car“ oder „Stadtmobil“ nutzen zu können.

Nils Böger ist einer dieser Nutzer. Er sieht einen besonderen Vorteil für junge Menschen, die im Alltag kein Auto benötigen und auf diese Weise doch sehr flexibel sein können. „Zudem gefällt mir persönlich der Aspekt daran, dass nur weil ich mal ein Auto brauche, es nicht lange rumsteht und es auch andere nutzen können“ sagt er und betont final, dass es solche Ideen brauche, „um den Klimawandel zu stoppen“.

Tobias Wiener ist einer der neuen Nutzer des Car-Sharing-Angebots in Küssaberg. Er studiert in Mannheim und ist froh, unkompliziert auch ...
Tobias Wiener ist einer der neuen Nutzer des Car-Sharing-Angebots in Küssaberg. Er studiert in Mannheim und ist froh, unkompliziert auch während seiner Heimatbesuche mobil sein zu können. | Bild: Tina Prause

Ähnlich sieht es auch Tobias Wiener aus Rheinheim, der aktuell in Mannheim studiert. „Es ist einfach praktisch“ fasst er zusammen. Man sei schnell zu dem Standort gelaufen und kann das Angebot dann bequem nutzen. Einmal angemeldet, kann man nicht nur in Küssaberg, sondern in allen teilnehmenden Städten und Kommunen die Möglichkeit nutzen.

Mit dem Lastenrad gratis unterwegs

Mittlerweile hat sich die Flotte erweitert. Ein erstes E-Lastenfahrrad wurde ausgeliefert und wird aktuell in das Verleihkonzept eingearbeitet. Demnächst soll es voraussichtlich in Kadelburg ausgeliehen werden können.

Aktuell laufen die Gespräche mit einem regionalen Unternehmen, die den administrativen Service des gemeindeeigenen Fahrrads übernehmen würden. Ein zweites E-Bike ist bereits bestellt. Aufgrund der aktuellen Lieferengpässe steht momentan noch nicht fest, wann das Fahrrad zur Verfügung steht.