Einmal im Jahr trifft sich der Küssaberger Gemeinderat mit den Gremien der Schweizer Anrainergemeinden Rietheim, Bad Zurzach, Rekingen und Mellikon. Abwechselnd findet das Treffen auf der deutschen oder der Schweizer Seite statt. In diesem Jahr wurden, kurz nach dem Ende der Corona bedingten Grenzschließung, die Mitglieder des Küssaberger Gemeinderates sehr herzlich in Bad Zurzach empfangen und ausführlich informiert.

Fachkundige Führung über Großbaustelle

Ging es bei dem Treffen im vergangenen Jahr auf der Deutschen Seite insbesondere um das Hochbauprojekt „Wohnen im Alter“, freute sich nun das Küssaberger Gremium über die fachkundige Führung rund um die Großbaustelle der Nachbargemeinde.

Ortskern soll entlastet werden

Zum Erhalt des historischen Ortskern in Bad Zurzach wurde in den vergangenen Jahren eine Ortsumfahrung geplant, die unter anderem vom täglichen Durchfahrtsverkehr entlasten soll. Mit Hilfe eines weiten Bogens werden die Zürcherstraße, welche im Norden gelegen ist, mit der Bruggerstraße in Höhe des Anstiegs zum Zurziberg verbunden. Insgesamt handelt es sich um rund 730 Meter Straße, die hier entstehen. 465 Meter davon werden überdeckt oder untertunnelt. Aktuell geht man hierfür von Kosten in Höhe von circa 75 Millionen Schweizer Franken aus.

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Weiter werden durch das Projekt, dass bis 2024 abgeschlossen sein soll, die Möglichkeiten entstehen, verkehrsberuhigte Begegnungszonen und neue Möglichkeiten für das Gewerbe, sowie den Handel zu schaffen. Auch ausreichend Platz für Wohnraum und der Aufbau eines Generationenhauses sollen entstehen. „Ein verkehrsberuhigter historischer Ortskern steigert in jeder Hinsicht die Wertschöpfung für alle, die hier wohnen, leben und arbeiten“, erläuterte der Schweizer Gemeinderat während der Einwohnergemeindeversammlung im Vorjahr den Anwesenden die dafür notwendigen Schritte.

Parallelen zur deutschen Seite

„Die Herausforderungen auf beiden Rheinseiten unterscheiden sich meist nur unwesentlich“, resümierte Bürgermeister Manfred Weber nach dem Rundgang über die Bad Zurzacher Großbaustelle. Auch in Küssaberg befasst sich der Gemeinderat und die Verwaltung seit langem mit der Entwicklung der Neuen Mitte Kadelburg. „Bad Zurzach steht vor der Umsetzung des Fleckenkonzeptes und Küssaberg vor einer angestrebten neuen Ortsmitte in Kadelburg. Beides dient der zukunftsfähigen Entwicklung unserer Wohnorte alleine zum Nutzen der Bürger“, schloss er.

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Turnusmäßig wird im kommenden Jahr das Treffen wieder auf der deutschen Seite stattfinden.