Die Badesaison in Küssaberg beginnt am Samstag, 21. Mai. Nach zwei turbulenten Corona-Jahren mit verschiedenen pandemischen Herausforderungen und hohen Auflagen soll es in dem Familienbad wieder ein ungetrübtes Schwimmvergnügen geben.

Rückblick auf zwei Corona-Jahre

Für viele ist es gerade die übersichtliche Größe des Freibades, die den Besuch so angenehm macht. Viele Jahre wurden Besucher am Eingang von Kioskbetreiberin Heidi Schubert begrüßt, die zusätzlich auch für das Kassieren des Eintritts zuständig war. Gemeinsam mit Rino Schärrer, der verantwortlich für die Badeaufsicht und die Technik war, teilte sich das eingespielte Team die Position der „guten Seele“ des Bades.

Ab dem 21. Mai soll das Familienbad in Reckingen wieder mit Leben gefüllt werden. (Archivbild Mai 2020)
Ab dem 21. Mai soll das Familienbad in Reckingen wieder mit Leben gefüllt werden. (Archivbild Mai 2020) | Bild: Rolf Bendel

Kurz hintereinander starteten beide 2018 und 2019 in den wohlverdienten Ruhestand. Die Nachfolge war geregelt, dann machte Corona der kommenden Badesaison einen Strich durch die Rechnung. Das Bad blieb, wie alle andere Bäder im Landkreis, geschlossen, was unter anderem zur Folge hatte, dass sich der interessierte Pächter für den Kiosk-Betrieb anderweitig orientieren musste.

Dutzendkarten machen spontanen Badbesuch unmöglich

Im Sommer 2021 entschied sich der Gemeinderat Küssaberg, trotz nach wie vor hoher Auflagen, das Freibad zu öffnen. Doch mit der Umsetzung war nicht jeder Bürger zufrieden.

Da die Versuche der Verwaltung, zusätzliches Personal zu finden, nicht den erhofften Erfolg brachten, musste die Vergabe von einem vorgegebenen begrenzenten Kontingent an Eintrittskarten über die Verwaltung laufen. Die Verwaltung entschied in diesem Zusammenhang, keine Einzelkarten auszugeben, sondern nur Dutzendkarten.

Zwar freuten sich die Nutzer des Bades über viel Platz, doch wer sich ohne eine solche Karte für einen spontanen Schwimmbadbesuch entschied, musste am Eingang abgewiesen werden.

2022: Bereit für den Neuanfang

„Die Verwaltung hat sich wirklich viel Mühe gegeben, wieder in Betrieb gehen zu können“, resümierte Bürgermeister Manfred Weber die vergangenen Monate.

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Im Hinblick auf den Kioskbetrieb habe die Verwaltung gehofft, diesen in Küssaberger Hand belassen zu können. Doch es habe keine interessierten Bürger gegeben, die sich auf die Anzeigen der Verwaltung gemeldet haben.

Ein neuer Pächter

Wiederum erfreulich sei es, dass es Dank der Kontaktaufnahme von Familie Cicek aus Freiburg doch noch zu einer Vergabe der Pacht gekommen ist. Eis und Pommes sollen nicht mehr fehlen, finden Zeliha und Mustafa Cecic. Zudem planen sie zweimal pro Woche einen Brunch. Einziger Wehrmutstropfen für die Familie mit fünf Kindern ist, dass sie bisher noch keine Wohnung gefunden hat und somit der notwendige Umzug noch nicht erfolgen konnte.

Ein neuer Schwimmmeister

Ebenfalls neu im Freibad-Team ist Schwimmmeister Dirk Zebisch. Der in Aachen geborene Mann lebt bereits seit einem Jahr im Landkreis und wird sich zukünftig auch um die Technik, due Organisation und die Verwaltung des Schwimmbades kümmern.

Bei der Einarbeitung wird er von Rino Schärrer unterstützt, der nach wie vor das Freibad wie die eigene Westentasche kennt. „Die Zusammenarbeit ist toll“, sagt Dirk Zebisch dankbar.

Abgerundet werden soll die Wiedereröffnung mit den bekannten Einsätzen der DLRG-Ortsgruppe Reckingen. Auch sie möchte an die alten Traditionen anknüpfen und an den Wochenenden wieder die Badeaufsicht übernehmen sowie die beliebten Schwimmkurse anbieten.

Es scheint also, als dürften sich in diesem Jahr die Freunde des Reckinger Familienbades auf eine Saison freuen, die mit die beliebten Sommer vor der Pandemie gleichzusetzen ist.

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