Jetzt sind Osterferien. Wir alle haben drei Wochen „Home schooling“ geschafft. Mit vielen guten Vorsätzen und tollen Ideen bin ich, Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, in die Zeit gestartet. Den Flur wollte ich streichen, während die Kinder lernen; den Keller aufräumen, wenn das Wetter mal nicht so gut ist; und bei Sonnenschein unseren Garten in ein kleines florales Paradies verwandeln. Bisher bin ich zu keinem dieser Projekte gekommen.

Die To-do-Liste ist in Arbeit und füllt sich schnell mit Dingen, die wir machen möchten, wenn die Corona-Zeit vorbei ist.
Die To-do-Liste ist in Arbeit und füllt sich schnell mit Dingen, die wir machen möchten, wenn die Corona-Zeit vorbei ist. | Bild: Tina Prause

Nach anfänglichen Versuchen, vorab den jeweils kommenden Tag zu planen, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, jeden Tag so zu nehmen wie er kommt. Abwarten. Läuft es heute gut mit der Selbstständigkeit der Kinder oder droht bereits um 8 Uhr am Morgen die Stimmung zu kippen.

Die anfängliche Euphorie der Kinder, bezüglich der Schulschließung ist bei uns relativ schnell der harten Realität gewichen, dass es eben keine Ferien sind, zuhause lernen gar nicht so lustig ist wie gedacht und dass sie vorerst ihre Freunde nicht sehen werden. Selbst der Unterricht an sich fehlt meinen Kindern mittlerweile sehr, mal ganz abgesehen von den sonst selbstverständlichen Bewegungsmöglichkeiten.

Während der kurzen Verschnaufpausen kann gleich die ausgleichende Arbeit im Garten geplant werden.
Während der kurzen Verschnaufpausen kann gleich die ausgleichende Arbeit im Garten geplant werden. | Bild: Tina Prause

Den fehlenden Schulweg haben wir durch eine kleine Morgengymnastik ersetzt. Aber ehrlich gesagt läuft das selten ohne Gemotze und Boykott-Versuch. Dann beginnt die Lernphase.

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Ich erwische mich neuerdings dabei, dass ich jedes Mal, nachdem ich mit meinen Kindern die Tagesaufgaben besprochen habe, ihnen ein fröhliches „Können wir das schaffen?“ zuwerfe, kombiniert mit einem Bob-der-Baumeister-Grinsen. Kein Wunder, dass sie mich dann immer etwas irritiert anschauen.

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Während ich zwischen Hausarbeit, Fragen beantworten, Mail-Account checken für neue Schulaufgaben und weiteren Motivations-Gesprächen hin und her wechsle, vergeht die Zeit bis zum Mittag wie im Flug. Und das oft ohne das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben! Das versuche ich dann am Nachmittag nachzuholen, was zum Glück mittlerweile auch gut gelingt.

Tja, und ausgerechnet jetzt, wo mein heimisches Multi-Tasking gerade super läuft und wir perfekt eingespielt sind, beginnen die Osterferien! Ich nehme mir jedenfalls nochmals vor, wenigstens den Garten in den nächsten Tagen auf Vordermann zu bringen. Wände Streichen bei diesem schönen Wetter macht ja eigentlich keinen Sinn, deshalb werde ich dieses Vorhaben vorerst verschieben. Ob und wie es nach den Ferien weitergeht, darüber mache ich mir im Moment noch gar keine Gedanken.

Jeden Morgen werden zur Sicherheit alle E-Mail-Postfächer nochmal kontrolliert, bevor das jeweilige Tagespensum festgelegt wird.
Jeden Morgen werden zur Sicherheit alle E-Mail-Postfächer nochmal kontrolliert, bevor das jeweilige Tagespensum festgelegt wird. | Bild: Tina Prause

Wir arbeiten vielmehr an einer Liste, was wir alles tun wollen, wenn die Corona-Krise vorbei ist. Ganz oben steht bei allen von uns – endlich wieder Verwandte und Freunde zu treffen, ganz egal, ob in der Schule, bei der Arbeit oder in der Freizeit.“

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