„Wir wollen unser Umfeld Zukunftsfest machen mit unterschiedlichen Aktionen“ fasst der Instagram-Account der gleichnamigen Initiative „Zukunftsfest“ das Engagement verschiedener nachhaltig interessierter Bürger aus Küssaberg zusammen. Am Samstag, 18. September, pünktlich mit dem World Cleanup day, startete das erste Projekt. Mit Hilfe der „Wanderzange“ soll es zunächst in Küssaberg dem wilden Müll an den Kragen gehen.

Die Entstehung

Erst wenige Wochen ist es her, dass sich einige ehrenamtliche und nachhaltig arbeitende Gruppierungen aus Küssaberg per Video-Konferenz trafen. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN als Vorbild genommen, wollte man überlegen, wie diese im Kleinen „vor der eigenen Haustüre“ umgesetzt werden können. Hieraus entstand dieses erste Projekt. Weitere Aktionen werden bereits besprochen und an der Umsetzung gearbeitet.

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Das Konzept

Küssaberg besteht aus sieben Ortschaften. Für jede einzelne steht seit dem World Cleanup day eine Greifzange und ein Eimer zum Müll sammeln zur Verfügung, die an jeweils einen Haushalt pro Ort verteilt wurden. Eine Woche gilt es, so oft wie man will oder kann, den Müll aus der Natur oder entlang von Wegen und Straßen zu sammeln.

Was nicht in die Natur gehört, wird aufgesammelt. Besonders auffallend sind die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen.
Was nicht in die Natur gehört, wird aufgesammelt. Besonders auffallend sind die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen. | Bild: Initiative Zukunftsfest

Dieser wird am Ende der Woche in den ebenfalls mitgegebenen Müllsack vom Landkreis verpackt und kann direkt mit dem eigenen Hausmüll zum Abholen bereitgestellt werden. Nun wandert die Zange weiter zu dem nächsten Haushalt, der dann das Konzept von vorne startet und meldet diesen Namen per E-Mail (zukunftsfest.jetzt@gmail.com). So wissen die Organisatoren immer, wo sich die Zangen befinden. Bilder vom gesammelten Müll können auf dem Instagram-Account hochgeladen werden.

Ein erstes Resümee

Anja Isele, eines der Gründungsmitglieder, eröffnete die Wanderzange in Kadelburg. Sie ist begeistert von dem Feedback. „Menschen, die mich Müll sammeln gesehen haben, bedankten sich und haben die Aktion auch als Denkanstoß für ihren eigenen Wohnort gesehen. Das fand ich unglaublich motivierend.“

Über zwei Kilogramm Müll liegen nicht mehr in der Natur rum.
Über zwei Kilogramm Müll liegen nicht mehr in der Natur rum. | Bild: Initiative Zukunftsfest

Zigarettenkippen, Kaffee to go-Becher, Glasscherben oder leere Flaschen landeten in ihrem Eimer. Auch für Terry Powell, die mit Anja Isele die Wanderzange initiiert hat, waren die Erfahrungen durchweg positiv. Viele Haushalte meldeten sich bei ihr, um auch eine Woche mit der Wanderzange ihre Heimat zu säubern.

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