Der erste Schritt ist gemacht. Der Gemeinderat entschied sich während der öffentlichen Sitzung des Gremiums, für die Abschaffung der unechten Teilortswahl. Das Ergebnis war mit 16 Ja-Stimmen und lediglich drei Nein-Stimmen deutlich.

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„Es ist nicht das erste Mal, dass der Gemeinderat diesen Punkt berät“, eröffnete Bürgermeister Manfred Weber die Diskussion. Vor gut zehn Jahren wurde eine mögliche Änderung des doch etwas komplizierten Wahlverfahrens im Gemeinderat zum ersten Mal angesprochen. Man entschied damals jedoch, an der bisherigen Vorgehensweise festzuhalten. Sie garantierte den Bürgerinnen und Bürgern Vertreter aus allen sieben Ortsteilen mit hier und da sicher hilfreichen Ortskenntnissen. Nachdem sich nun das Gremium in den vergangenen Monaten intensiv mit einer Änderung der Hauptsatzung befasst hatte, überwogen die Argumente für die Abschaffung.

Gemeinschaftsidee weiter ausbauen

Den Befürchtungen, das Ortteilkenntnisse verloren gehen, stehen unter anderem die vielen Vor Ort-Termine des Gemeinderates zusammen mit der Verwaltung entgegen. Seit der Gemeindereform vor 48 Jahren wird das Gemeinschaftsgefühl der verschiedenen Teile der Gemeinde ausgebaut und vor allem auch gelebt. Auch hier soll das neue Wahlverfahren als eine weitere Stärkung des Gemeinschaftsgefühl fungieren.

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Um diesen Punkt noch deutlicher aufzuzeigen, schlug Gremiumsmitglied Gottfried Ritter (CDU) vor, zu den in der Hauptfassung genannten Wohnbezirken offiziell Ettikon mit aufzunehmen. Bislang wurde Ettikon nicht erwähnt, da die Lonza-Siedlung mit ihrer Gemarkung schon seit ihrer Gründung zu Kadelburg gehörte. Heute ist Ettikon ein beliebter Wohnort für Bürgerinnen und Bürger aus ganz Küssaberg geworden, was auch die Nachfrage an Baugrundstücken auf der nach wie vor Kadelburger Gemarkung bestätigen. In die Satzung aufgenommen wurde nun „Kadelburg (mit Ettikon)“.

„Mit diesem Abstimmungs-Ergebnis ist die unechte Teilortswahl noch nicht aufgehoben“, freute sich Bürgermeister Manfred Weber zwar über das klare Ergebnis, wies jedoch darauf hin, dass die Hauptsatzungsänderung nun im nächsten Schritt der Aufsichtsbehörde im Landratsamt angezeigt werden muss. Dort erfolgt die finale Prüfung.