Langweilig wird‘s Gesamt-Kommandant Thomas Werner von der Feuerwehr Küssaberg auch in Corona-Zeiten nicht. Natürlich vermisst er, wie seine Kameraden im Landkreis, die Proben und das gesellige Beisammensein. Für ihn und die Gerätewarte gibt es hinter den Kulissen aber immer etwas zu tun.

Bisher hat sich keiner infiziert

Die Küssaberger Wehr ist in den vergangenen Wochen den offiziellen Empfehlungen gefolgt und hat auf die Proben und sonstige Veranstaltungen verzichtet. „Es ist wichtig, dass wir einsatzfähig bleiben. Es wäre schlimm, wenn Leute oder gar ganze Abteilungen ausfallen“, so Werner, der betont, dass sich bisher keiner seiner Leute infiziert habe.

Zehn Einsätze seit dem Lockdown

In den fehlenden Proben sieht der Kommandant kein Problem. „Jeder hält sich fit. Und was man mal gelernt hat, sitzt“, ist Werner überzeugt. Das hat seine Wehr in den vergangenen Wochen immer wieder bewiesen. Seit dem Lockdown im März musste die Küssaberger Wehr zu zehn Einsätzen ausrücken, darunter ein Fahrzeugbrand im Bürgerwald-Tunnel. Zudem waren einige Kameraden mit einem Fahrzeug im Landkreis unterwegs und haben Schutzausrüstung verteilt.

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Obwohl es rund um die Gerätehäuser der Abteilungen eher ruhig ist, sind die Gerätewarte immer beschäftigt. Sie reparieren, halten die Fahrzeuge in Schuss und prüfen die Atemschutzgeräte. Werner: „Es läuft, es läuft aber ruhig. Mir war es bis jetzt noch nicht langweilig.“ Natürlich fand er es schade, dass der für den Mai geplante Mitmachtag „schau und trau Dich“ ausgefallen ist. „Alles war schon in trockenen Tüchern. Wir haben bis April abgewartet“, erklärt Werner. Nun findet der Schautag eben 2021 statt.

Krise noch nicht überstanden

„Ich war nicht der einzige, der überrascht war, wie der Virus die Welt so lahm legen kann“, sagt Thomas Werner im Rückblick. Er sieht die Krise als noch nicht überstanden, weshalb er größere Menschenansammlungen meidet. Auch in seinem privaten Umfeld bewege er sich noch vorsichtig. „Mit den Lockerungen, besonders der Reiselust, kann ich mir vorstellen, dass eine zweite Welle kommt.“

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Seit Juli sind laut Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger Übungen in Gruppen mit bis zu zehn Wehrleuten, die der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft dienen, grundsätzlich möglich. Die Jugendfeuerwehr muss hingegen bis nach den Sommerferien pausieren.

Der Küssaberger Kommandant hofft, dass alle Kameraden gesund bleiben – „und dass bald ein Impfstoff gefunden wird. Wir wollen schließlich alle wieder gesund zusammensitzen...“.

Informationen im Internet:
http://www.feuerwehr-kuessaberg.de