Vor gut 25 Jahren wurde auf dem Friedhof in Kadelburg die erste Urnen-Wand aufgestellt. Mittlerweile sind dort durch die stetig wachsende Nachfrage dieser Bestattungsform fünf Wände vorhanden, außerdem auf dem Friedhof in Rheinheim Urnen-Stelen und eine Urnen-Wand. „Wir haben nicht mehr allzu viele Plätze, die wir anbieten können“ eröffnete Bürgermeister Manfred Weber die Vor-Ort-Besichtigung des Gemeinderates in dieser Woche. Zusammen mit Franziska Sackmann, der stellvertretenden Hauptamts-Leiterin, informierte Weber das Gremium über die aktuelle Situation und die künftige Entwicklung.

Da an dem Platz der bestehenden Urnenwände keine weitere Stellmöglichkeit vorhanden ist, sollen die neu in Auftrag gegebenen Wände an der an das Gelände der Bergkirche grenzenden Hecke aufgestellt werden. Bild: Tina Prause
Da an dem Platz der bestehenden Urnenwände keine weitere Stellmöglichkeit vorhanden ist, sollen die neu in Auftrag gegebenen Wände an der an das Gelände der Bergkirche grenzenden Hecke aufgestellt werden. Bild: Tina Prause

Durchschnittlich elf Urnen-Plätze werden pro Jahr allein in Kadelburg angefragt. Bis zum Jahr 2030 geht die Verwaltung für diesen Friedhof von einem Bedarf von etwa 110 neuen Urnen-Nischen aus. Pro Jahr werden durchschnittlich fünf Urnen-Plätze wieder frei. 2013 hatte der Gemeinderat entschieden, dass die Nutzungsdauer von Nischen in der Urnen-Wand von 25 Jahren auf 15 Jahre verkürzt wird. Da am aktuellen Standort in Kadelburg keine Möglichkeit besteht, eine weitere Wand aufzustellen, empfahl der Bürgermeister, die freie Fläche direkt an der Hecke, die den Friedhof vom Areal der Bergkirche trennt, für eine weitere Urnen-Grabstätte herzurichten.

Pflege-freie Urnengräber

Außerdem schlugen Manfred Weber und Franziska Sackmann dem Gemeinderat vor, als neue Bestattungs-Art pflege-freie und naturnahe Urnen-Erdgräber anzulegen. „Diese Form wird auch in Küssaberg immer häufiger nachgefragt“, so Sackmann. In Höhe des Kriegsdenkmales könnten Erd-Zylinder eingelassen werden, die mit einer Platte verschlossen werden. „Das System könnte dann auch in Rheinheim übernommen werden“, erläuterte der Bürgermeister mögliche weitere Schritte im Bereich des Bestattungswesens in der Gemeinde.

Drei Wände mit 38 Nischen

Nach intensiver Beratung entschied sich der Gemeinderat zum einen für die Bestellung von drei Urnen-Wänden für Kadelburg, die insgesamt 38 Nischen bieten. Der Auftrag in Höhe von 33.130 Euro geht an die Firma Krügle & Höhl aus Lauchringen. Auch der Vorschlag der Erd-Urnengräber soll weiterverfolgt werden. Die Einrichtung eines Friedwalds sei für Küssaberg kein Thema, betonte Manfred Weber und verwies auf die hohen Kosten für die bestehenden Friedhöfe.

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