Seit Jahren können Bürgerinnen und Bürger ohne eigene Fahrtmöglichkeit den Service des Bürgerbusses innerhalb Küssaberg nutzen. Insgesamt 17 ehrenamtliche Fahrer, die teilweise schon von Beginn an dabei sind, sorgen dafür, dass dem Einkaufen im Nachbarort oder einem Arztbesuch nichts im Weg steht.

Angebot wächst konstant

„Am Anfang wurde für das Erzählcafé der Sozialstation gefahren“, erinnert sich Birgit Ebi, Leiterin des Bürgerservice der Gemeinde Küssaberg an den Beginn des Angebots. Es folgten Besorgungsfahrten, der Transport zu den beliebten Mittagstischen der Senioren oder zum Wochenmarkt in Dangstetten. Auch saisonale Angebote wie Fahrten zum Rheinheimer Weihnachtsmarkt oder zur jährlichen Bürgerversammlung deckt das Team ab.

Änderungen wegen Pandemie

Es ist nicht nur der Spaß am „Fahren mit dem Bus“, beschreibt Sepp Winkler, einer der Fahrer, sowie Verantwortlicher für die Einsatzplanung, die Motivation. Freundschaftliche Beziehungen zwischen Fahrern und Mitfahrern sind über die Jahre entstanden und: „Man lernt neue Leute aus Küssaberg kennen“, so Winkler.

Mit dem Beginn der Pandemie musste auch in Sachen Bürgerbus einiges geändert werden. Eine Plexiglasabtrennung wurde im Fahrzeug zwischen Fahrer und Fahrgästen angebracht. Die allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregeln werden umgesetzt. „Da die Fahrdienste für die Mittagstische oder das Erzählcafé weggebrochen sind, fährt der Bus bis auf weiteres nur noch dienstags bis freitags von 9 bis 12 Uhr“, erklärt Sepp Winkler die aktuelle Situation.

Wunsch nach Niederflur-Bus

Trotz der schwierigen Pandemie-Umstände haben die Gemeinde und die Bürgergemeinschaft Pläne: Für einen einfacheren Einstieg soll ein Niederflurbus angeschafft werden, der auch die Mitnahme von Rollstuhlfahrern leichter macht. Ob das allerdings 2021 schon möglich wird, ist noch nicht klar und hängt auch von Landes-Zuschüssen ab.

Fahrten zum Impfzentrum

Auch die Ausweitung des Fahrdienstes ist im Gespräch. Die Möglichkeit, einen regelmäßigen Fahrplan mit festen Haltestellen innerhalb der Gemeinde anzubieten, wurde bereits abgeklärt. Auch Bring- und Abholfahrten zum Ärztehaus nach Lauchringen sollen per Bürgerbus möglich sein. Kurzfristig soll der Transport zum Impfzentrum für die Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren unterstützt werden. Hier ist ein Fahrdienst geplant für all die, „die nicht mobil sind und auch keine Angehörigen haben, die sie nach Tiengen fahren können“, so Rathaus-Mitarbeiterin Birgit Ebi.