Für das Gewerbegebiet Greut in Ettikon hat es in den vergangenen Jahren eine hohen Nachfrage gegeben. Aktuell sind nahezu alle Grundstücke auf dem 24,6 Hektar großen Gebiet vergeben. Neben der Diskussion um eine erneute Erweiterung befassen sich die Verwaltung und der Gemeinderat momentan mit den Möglichkeiten, die teilweise angespannte Verkehrssituation zu optimieren.

Es ist eine Zufahrtsstraße, die von Lastwagen, Arbeitnehmern und Besuchern der dort gelegenen Grünkompostierungsanlage genutzt werden kann, um in das Gewerbegebiet zu gelangen. Durch die konstante Entwicklung wuchs auch die Zahl der Verkehrsteilnehmer. Nach und nach entstand die Notwendigkeit, die aktuelle Situation zu überdenken und Alternativen zu finden. Zur Erarbeitung von Vorschlägen hat der Gemeinderat das Ingenieurbüro Tillig aus Dogern beauftragt. Diese wurden nun bei der jüngsten öffentlichen Sitzung vorgestellt.

Platz für neue Ansiedelungen

In Richtung Kadelburg könnten direkt an das Unternehmen Feinwerktechnik Hago GmbH angrenzend neue Gewerbeflächen entstehen. Die Firma selbst würde einen Teil des Gebiets nutzen wollen. Auf einer Fläche von knapp 8000 Quadratmetern wäre dann noch die Möglichkeit für neue Ansiedelungen im Gewerbegebiet Greut. Tendenziell will die Gemeinde hier dem bisherigen Trend treu bleiben und die Flächen für Handwerksbetriebe und produzierendes Gewerbe vorhalten.

Auf dem Entwurf ist die Landesstraße 161 zu sehen mit dem Vorschlag für eine neue Abbiegespur in Richtung Gewerbegebiet Greut. Türkis markiert sind die neuen Flächen, die durch eine geplante Erweiterung entstehen könnten.
Auf dem Entwurf ist die Landesstraße 161 zu sehen mit dem Vorschlag für eine neue Abbiegespur in Richtung Gewerbegebiet Greut. Türkis markiert sind die neuen Flächen, die durch eine geplante Erweiterung entstehen könnten. | Bild: Gemeinde Küssaberg

Der schon seit einiger Zeit verfolgte Gedanke, zur Verkehrsentlastung eine zweite Zufahrtsstraße zu schaffen, könnte auf Höhe dieses Areals ermöglicht werden. Eine Abbiegespur und die folgende Straße würden entlang der neuen Gewerbeflächen verlaufen und dann auf die bereits vorhandene Straße, die auch als Zufahrt für die Grünkompostierungsanlage dient, führen.

Bushaltestelle

Auch die aktuell nicht optimale Situation der Bushaltestelle an der Verkehrsinsel vor der Abbiegung in das Gewerbegebiet könnte entschärft und optimiert werden. Der Vorschlag des Ingenieurbüros ist, die Haltestellen zukünftig hinter den neuen Gewerbegrundstücken zu positionieren. Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs könnten von dem Ein- und Ausstieg in einem verkehrsruhigeren Bereich profitieren. Auch wären die Firmen von dort aus fußläufig besser erreichbar.

Finale Entscheidung liegt beim Land

Der Gemeinderat Küssaberg hat sich einstimmig entschieden, den Vorschlag der Planer weiter zu verfolgen. Da es sich aber um ein Gebiet an einer Landesstraße (L 161) handelt, liegt die Verantwortung hierfür beim Land Baden-Württemberg. Voraussichtlich im Frühjahr wird sich der Gemeinderat wieder mit dem Projekt befassen. Dann sollen die Unterlagen zur Einreichung bei der zuständigen Behörde fertiggestellt sein.