Während die tägliche Nutzung des Internets für die meisten Bürgerinnen und Bürger in Küssaberg normal ist, sieht es in Küßnach, dem kleinsten Ortsteil der Gemeinde, nach wie vor anders aus. Er gilt immer noch als unterversorgt.

Ausschlaggebend hierfür ist die Datenübertragungsrate. Liegt diese bei weniger als 30 Megabit pro Sekunde, gilt ein Gebiet als unterversorgt. Hierzu gehört Küßnach und gerade in Zeiten von Corona stellt diese Situation die Anwohner oft vor eine echte Herausforderung.

Abhilfe schaffen kann ein Breitband-Ausbau. Die notwendigen Kosten hierfür sieht die Gemeinde bei rund 1,25 Millionen Euro. Mit dieser Summe beantragte die Verwaltung Zuschüsse aus dem Bundesförderprogramm und konnte sich nun über einen positiven Bescheid freuen.

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Mit zunächst insgesamt 625.000 Euro wurde die Gemeinde berücksichtigt. Den entsprechenden Bescheid überreichte dieser Tage der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Steffen Bilger persönlich während eines gemeinsamen Termins mit Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter, dem Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner, der Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller und Landrat Dr. Martin Kistler.

Für Bürgermeister Manfred Weber hat es bei diesem Zuschuss „die Richtigen getroffen“. Während des Treffens informierte er kurz über die extrem ländlichen Gegebenheiten des Ortsteil mit seinen circa 35 Haushalten. Auch der anwesende Landrat Martin Kistler freute sich über das klare Bekenntnis für den ländlichen Raum.

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Im nächsten Schritt, so erläuterte Bürgermeister Manfred Weber weiter, hofft die Gemeinde auf weitere Zuschüsse vom Land in Höhe von 500.000 Euro, sodass vonseiten Küssaberg noch 100.000 Euro zu budgetieren sind, um den Breitbandausbau starten zu können.

Mit einem entsprechenden Bescheid rechne man in den kommenden beiden Monaten, informierte Manfred Weber weiter. Erst wenn die finanzielle Situation geklärt ist, kann mit der Planung begonnen werden, gefolgt von notwendigen Ausschreibungen. Dann wäre ein Baubeginn Mitte nächsten Jahres eventuell zu realisieren.

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Nach dem Förderbescheid über 625.000 Euro für schnelles Internet gab es für die Gemeinde Küssaberg wenige Tage später noch einmal gute Nachrichten: Der Bund legt 50.000 Euro nach, um gezielt den Anschluss von Schulen ans Breitbandnetz zu fördern.

„Wir freuen uns, dass sich die Fördersumme des Bundes für den Breitbandausbau in Küssaberg noch einmal erhöht hat“, erklärten die Waldshuter Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und Felix Schreiner (CDU) in einer gemeinsamen Presseerklärung. „Digitaler Unterricht wird auch nach der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle im Schulalltag spielen. Grundlage dafür ist flächendeckend schnelles Internet. Mit der Förderung macht der Bund unsere Kommunen und die Schulen fit für die Zukunft“, so die beiden Abgeordneten.