Er ist sicher einer der ältesten Vereine der Gemeinden Küssaberg und Hohentengen. Zwar sind es aktuell nur 22 Mitglieder „auf zwei Beinen“, zählt man aber alle „Betroffenen“ dazu, ist man sofort in einem Bereich von mehreren Tausend, die rund um den Imkerverein Küssaburg aktiv sind. 1911 wurde der Verein „im Wohnzimmer“ des Gasthauses „Zum Kranz“ in Rheinheim gegründet. So steht es – noch in Sütterlinschrift – in der Satzung der Bienenfreunde. Emsig wie die Bienen, kümmern sich die Mitglieder um das Wohl des populären Insekts.

Vielseitige Aufgaben

„Ein kleiner Verein sagt nichts aus über die Aktivitäten der Leute“, betont Vorsitzender Hans-Jörg Berndt und ist voll des Lobes für das Engagement der Mitglieder. „Ich bin dankbar, dass wir mit Hohentengen und Küssaberg gleich zwei Gemeinden haben, die hinter uns stehen.“

Ab sofort wird an jedem zweiten Donnerstag wieder der Imkerhock am Lehrbienenstand in Lienheim angeboten. Dieser befindet sich oberhalb des Neubaugebiets am Ende der Lenggenstraße in Lienheim.
Ab sofort wird an jedem zweiten Donnerstag wieder der Imkerhock am Lehrbienenstand in Lienheim angeboten. Dieser befindet sich oberhalb des Neubaugebiets am Ende der Lenggenstraße in Lienheim. | Bild: Tina Prause

Kindergartengruppen, Schulklassen und Vereine waren schon oft Gast am Lehrbienenstand in Lienheim, der gleichzeitig als Vereinsheim dient. Je nach Alter und Interessengruppen erfahren die Besucher dort während gut drei Stunden allerhand rund um die Biene und das Imkern.

Auch ein regelmäßiger Imkerhock wird von dem Verein angeboten. Alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen. Weiter soll im nächsten Jahr ein Anfängerkurs angeboten werden. „Wir möchten gerne die Leute einfangen, die überlegen, ob sie sich ein Volk in den Garten stellen. Das Grundwissen sollte da sein, bevor ich mir ein Bienenvolk anschaffe“, erklärt Hans-Jörg Berndt. Auch sollte man den Zeitaufwand realistisch einschätzen. „Mal schnell zu den Bienen gehen funktioniert nicht“, musste auch Hans-Jörg Berndt lernen. Wer Bienen hat, braucht Zeit und Ruhe. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, das Hobby in den Alltag zu integrieren.

Imkern als Familienhobby

„Für uns ist es ein richtig schönes Familienhobby geworden“, weiß das langjährige Mitglied Christine Weißenberger zu berichten, die gemeinsam mit ihrem Mann vor vielen Jahren einen Kurs absolvierte.

Zusammen mit ihren Kindern betreut das Ehepaar heute die Bienenvölker. Der Nachwuchs hilft voller Freude und Engagement mit und jeder übernimmt verantwortungsvoll seine Arbeiten rund um das Imkern.

Teamarbeit am Lehrbienenstand

Von April bis Juli sind die Hauptarbeitszeiten eines Imkers. Dann sollten mindestens einmal pro Woche die Völker geprüft werden, neben diversen anderen Aufgaben. Für die Mitglieder des Imkervereins Küssaburg kamen in diesem Jahr weitere Arbeiten dazu. Das jetzt in der Nachbarschaft des Lehrbienenstands entstehende Neubaugebiet, brachte die Möglichkeit, Wasseranschlüsse zu legen.

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„Die Chance haben wir genutzt“, sagt Hans-Jörg Berndt stolz. Ohne fremde Hilfe wurden die Arbeiten in den vergangenen Monaten von den Mitgliedern durchgeführt. Unter anderem können jetzt zeitgemäße sanitären Anlagen entstehen. „Das bringt uns auch wieder vorwärts und wir können Besuchern und Schulklassen jetzt endlich vernünftige sanitäre Anlagen anbieten“, freut sich der Vorstand über die gerade abgeschlossenen Anschlussarbeiten.