Etwas Besonderes hat sich der Museumsverein Küssaberg bis zum Schluss aufgehoben. Die letzte Ausstellung in diesem Jahr befasst sich mit Teddybären und Puppen. Hilde Becherer aus Küssaberg-Rheinheim und Klara Maier aus Tiengen zeigen dabei besondere Exemplare ihrer großen Sammlungen.

Das Jahresprogramm 2020 des Museums Küssaberg

Die Idee zu dieser Ausstellung hatte Bürgermeister Manfred Weber, als er Hilde Becherer zu einem runden Geburtstag besuchte. Dabei lernte er ihre Sammelleidenschaft kennen und fand, diese Sammlung wäre es wert, auch einem größeren Publikum vorgestellt zu werden. Seit knapp 70 Jahren sammelt Hilde Becherer Puppen und vor allem Steiff-Tiere. Sie wuchs mit neun Geschwistern auf. Der Verdienst des Vaters reichte gerade für den Lebensunterhalt der Familie, da war nichts mehr übrig für Spielsachen der Kinder. Die kleine Hilde hätte jedoch so gerne einen Bären oder eine Puppe gehabt, wie sie es bei den Nachbarskindern gesehen hatte. Dies war wohl der Ursprung für ihre spätere Sammelleidenschaft. Nach ihrer Hochzeit kaufte sie sich den ersten eigenen Teddybären X.

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Zu verschiedenen Anlässen schenkte ihr Ehemann ihr später immer wieder ein neues Plüschtier. Sie selbst ergänzte ihre Sammlung durch weitere Käufe, vor allem in der Schweiz. Ihr Ehemann war es auch, der ihr in den 60er Jahren die erste Puppe schenkte. Ab den 80er Jahren wurde sie auf den Flohmärkten im Schwarzwald immer wieder fündig und konnte so ihre Sammlung erweitern. Hilde Becherer würde gerne auch einige Puppen und Bären sozialen Einrichtungen zur Verfügung stellen.

Eine kleine Auswahl aus der großen Ausstellung im Küssaberger Museum.
Eine kleine Auswahl aus der großen Ausstellung im Küssaberger Museum. | Bild: Stefan Kurczynski

Die zweite Ausstellerin im Museum Küssaberg ist Klara Maier aus Tiengen. Sie ist Inhaberin des in Tiengen ansässigen Geschäftshauses Max Fritz und Mitglied im Steiff-Club Waldshut- Tiengen. „Wir haben gehört, dass das Spielwarengeschäft Vedes in Waldshut schließt und da haben wir uns darum bemüht, die Steiff-Kollektion zu übernehmen.“ Wenn man im Steiff-Club Mitglied ist, erfährt man auch viele Hintergründe über die Geschichte der Steiff-Dynastie.

Wer mehr über den Steiff-Club erfahren will, kann sich im Geschäftshaus in der Hauptstraße in Tiengen oder per E-Mail (info@max-fritz.de) informieren. Auch im Museum gibt es mehr darüber zu erfahren. Die Ausstellung ist noch bis 5. Januar jeweils sonntags von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Geöffnet ist ebenfalls an Dreikönig, Donnerstag, 6. Januar. Der Eintritt ist frei.