Schaut man sich in der Gemeinde Küssaberg etwas genauer um, fällt schnell auf, dass die Anzahl der Firmen sich in den vergangenen Jahren doch beträchtlich entwickelt hat. Laut der Internetseite der Gemeinde Küssaberg sind sogar aktuell keine freien Bauplätze im Gewerbegebiet „Greut“ zu vergeben. Nach und nach haben sich in dem für Handwerksbetriebe und das produzierende Gewerbe vorbehaltenen Gebiet zum Teil neue Unternehmen angesiedelt oder ortsansässige Unternehmen die Möglichkeit, zu expandieren, genutzt. Stephanie Bitterli, geschäftsführende Gesellschafterin des bereits seit vielen Jahren dort ansässigen Unternehmens Feinwerktechnik Hago, hat die Entwicklung mitverfolgt und lobt die heute „gute Durchmischung von Handwerk und Industrie“, mit denen man „oft auch enge berufliche Verbindungen“ pflege.

Der Schwerpunkt der Gemeinde liegt allerdings nicht nur auf dem Gewerbegebiet „Greut“. Die Verwaltung legt viel Wert auf die gesamte Entwicklung der Gemeinde und das auch im Hinblick darauf, ortsnahe Arbeitsplätze für die Bewohner der Gemeinde bieten zu können. „Für uns sind die wohnortnahen Arbeitsplätze in unseren Küssaberger Firmen von besonderer Wichtigkeit. Deren Bedeutung für die Gesellschaft und für die örtliche Gemeinschaft kann nicht oft genug betont werden“, erklärt Bürgermeister Manfred Weber. Dabei waren auch oft die finanziellen Unterstützungen des Landes mit Zuschüssen über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum, kurz ELR-Programm genannt oder das Sonderprogramm Spitze auf dem Land hilfreich.

Im Sommer soll das Geschäftshaus der Firma Tröndle fertig sein. Neben Albbruck hat sich die Geschäftsleitung entschieden, für die Kundschaft eine weitere Ansprechmöglichkeit zu schaffen. Auf diese Weise entstehen vier neue Arbeitsplätze.
Im Sommer soll das Geschäftshaus der Firma Tröndle fertig sein. Neben Albbruck hat sich die Geschäftsleitung entschieden, für die Kundschaft eine weitere Ansprechmöglichkeit zu schaffen. Auf diese Weise entstehen vier neue Arbeitsplätze. | Bild: Tina Prause

Mittlerweile konnte die Anzahl der versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer am Wohnort seit 1995 um 30 Prozent gesteigert werden und liegt aktuell bei circa 1600 Arbeitnehmern. Damit liegt die Gemeinde am Hochrhein deutlich über dem Durchschnitt des Landkreises, der 2018 bei 20,7 Prozent lag.

Trend soll so weitergehen

Firmen wie beispielsweise Tröndle Farben und Putze, die sich momentan neu in Küssaberg ansiedeln, unterstützen diesen Trend. Aktuell sind bei dem Fachgroßhandel für Farben und Putze nach der Fertigstellung der neuen Geschäftsstelle vier neue Arbeitsplätze geplant. Auch der Zimmereimeisterbetrieb Holzbau Haberstock wird in diesem Jahr mit einem Neubau im Gewerbegebiet „Greut“ beginnen und plant, bis zur Beendigung der Bauarbeiten fünf bis zehn neue Arbeitsplätze anbieten zu können. Die Gemeindeverwaltung möchte weiterhin Interessierte unterstützen und rät, im Bedarfsfall Kontakt aufzunehmen. Neben dem Liegenschaftsverwalter Joachim Isele steht auch Bürgermeister Manfred Weber gerne als Ansprechpartner für Unternehmen zur Verfügung.