Mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses und den damit verbundenen Umzug der einzelnen Abteilungen wurde unter anderem in Rheinheim das alte Feuerwehrgebäude im Rathausring frei. In dem sanierungsbedürftigen Trottengebäude, das 1775 gebaut und 1990 letztmals saniert wurde, hatte bisher neben der Freiwilligen Feuerwehr, auch der Narrenverein Küssaberger Rebesäck seine Zunftstube. Bereits vor einigen Monaten hatte die Verwaltung begonnen, mit den örtlichen Vereinen Gespräche zu führen, wie das Gebäude zukünftig genutzt werden kann. Klar ist, dass einiges an der Trotte zu tun ist. Baulich und auch im Bezug auf den Brandschutz muss einiges getan werden, damit das Gebäude überhaupt wieder genutzt werden darf.

Der Vorschlag der Rebesäck wäre unter anderem ein großzügiger Raum, der auch von anderen Vereinen in Küssaberg genutzt werden könnte.
Der Vorschlag der Rebesäck wäre unter anderem ein großzügiger Raum, der auch von anderen Vereinen in Küssaberg genutzt werden könnte.

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung stellten die Küssaberger Rebesäck zusammen mit der Hochrhein Karateschule Küssaberg ihre Idee für die Zukunft der Trotte vor. Beide Vereine sind am Wachsen und wollen die Möglichkeiten, die sich mit dem Platz im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus ergeben, nutzen. Mit 28 Mitgliedern und einem Altersdurchschnitt von 29 Jahren sehen die Rebesäck sehr positiv in die Zukunft. Sie beteiligen sich aktiv am Vereinsleben in Küssaberg und haben viele Pläne, den Traditionsverein noch weiter auszubauen.

Der Traditionsverein Küssaberger Rebesäck e.V. hat bisher seine Zunftstube im Obergeschoss der Rheinheimer Trotte gehabt.
Der Traditionsverein Küssaberger Rebesäck e.V. hat bisher seine Zunftstube im Obergeschoss der Rheinheimer Trotte gehabt.

Mit einer guten Portion an Eigenbeteiligung bei den notwendigen Sanierungsarbeiten wollen sie aus den Räumen im Erdgeschoss eine neue attraktive und vielseitig nutzbare Zunftstube machen. Die Räume sind so konzipiert, dass die Hochrhein Karateschule problemlos zusätzliche Trainingseinheiten abhalten könnte.

Die Hochrhein Karateschule Küssaberg e.V. benötigt dringend mehr Platz, um individuell auf die große Jugendabteilung eingehen zu können.
Die Hochrhein Karateschule Küssaberg e.V. benötigt dringend mehr Platz, um individuell auf die große Jugendabteilung eingehen zu können.

Der Verein hat 54 Mitglieder, viele davon sind Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren. Gerne möchte der Verein noch individueller auf die verschiedenen Level der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen eingehen, doch die Trainingszeiten in der Turnhalle in Rheinheim sind begrenzt. Zudem würde sich mit den neuen Räumen auch die Möglichkeit bieten, während der Sommerferien zu trainieren. Bisher ist das nicht möglich, da die gemeindeeigenen Turnhallen während der Schulferien geschlossen sind. Ebenfalls berücksichtigt wurde in der Vorstellung, dass die Räume problemlos für andere Veranstaltungen wie die grenzüberschreitende Kulturnacht, Hauptversammlungen oder das Narrentreffen genutzt werden können.

Gemeinderat lobt Planung

Die ausführliche Vorstellung und stimmige Planung der Vereine wurde vom Gemeinderat gelobt. „Das ist mehr als nur ein Grobkonzept“, merkte Christian Stoll an. Einstimmig entschied das Gremium, die Pläne weiter zu verfolgen und für den notwendigen Beizug von Architekten und Statikern Haushaltsmittel für 2019 einzustellen.