Seit zehn Jahren bietet die Naturschutzgruppe Küssaberg unter der Leitung von Irene und Günter Schnarz Verkaufsaktionen von hochstämmigen Bäumen. Auch die jüngste Aktion auf dem Bauhof-Areal fand ausgezeichnete Resonanz.

In Minutenabständen kamen die Bürger der Gemeinde auf den Bauhof und holten sich ihre bestellten Bäume ab. Teils auf Anhängern und teils wurden die Bäume in die Fahrzeuge eingeladen, wo es manchmal sehr eng zuging.

Was auf dem Anhänger und auf der Wiese Platz hatte, wurde gekauft und abtransportiert.
Was auf dem Anhänger und auf der Wiese Platz hatte, wurde gekauft und abtransportiert. | Bild: Stefan Kurczynski

Aber es ging bei diesen Aktionen kein Ast kaputt. Eine Bürgerin aus Kadelburg dazu: „Bei uns kommen die Bäume auf unsere Streuobstwiese. Dort haben wir schon zwei Apfelbäume, einen Birnenbaum und zwei Nussbäume stehen. Und jetzt kommen zwei Kirschbäume, eine Süßkirsche und eine Sauerkirsche, ein Zwetschgen- und ein Birnenbaum dazu. Wir finden diese Aktion so toll. Als wir das gelesen haben, haben wir nicht lang überlegt und gleich bei Irene Schnarz die Bäume bestellt.“

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Gemeinsam mit der Gemeinde Küssaberg hatte sich die Naturschutzgruppe dazu entschlossen, den Bürgern in Küssaberg auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit zu bieten, Hochstammbäume zu pflanzen. „Es geht darum, die Lebensräume auch für bedrohte Vogelarten in Küssaberg zu erhalten und dem kontinuierlichen Rückgang an Hochstammbäumen entgegen zu wirken“, betont Irene Schnarz.

120 Bäume stehen zur Verfügung

Finanziert wurde diese Aktion durch die Gemeinde und die Naturschutzgruppe Küssaberg, sowie Spenden der Firma Ebner Fruchtsäfte Klettgau und durch den Eigenanteil der Käufer von je zehn Euro pro Baum inklusive Pflanzpfahl. Es standen für dieses Projekt rund 120 Bäume zur Verfügung, welche an die Einwohner der Gemeinde abgegeben wurden. Diese Bäume werden ausschließlich in der Gemarkung Küssaberg gepflanzt.

Die Naturschutzgruppe legte höchsten Wert darauf, dass bei dieser Aktion keine alten Bäume gefällt werden, da diese wichtige Lebensräume für Insekten und Vogelarten darstellen. Den Reiz machte nach Auskunft der Beteiligten auch die Vielfalt der Sorten aus. „Teilweise konnten auch alte Sorten abgegeben werden, die es im Handel eigentlich nicht mehr zu kaufen gibt, wie zum Beispiel den Gravensteiner, der wegen seiner schlechten Lagerfähigkeit kaum noch verkauft wird, aber dennoch zu den besten Äpfel zählt“, berichtet Günter Schnarz.

Die Naturschutzgruppe

Die Naturschutzgruppe Küssaberg wurde 1982 gegründet und hat zurzeit etwa 100 Mitglieder. Vorsitzender ist Günter Schnarz. Kontakt, Telefonnummer 07741/16 37 oder per E-Mail (info@nsg-kuessaberg.de).