Küssaberg-Etikon (hg) Bei einem Wohnhausbrand in Küssaberg-Etikon entstand ein nach ersten Schätzungen der Polizei ein Schaden im sechsstelligen Bereich. Das Anwesen ist nicht mehr bewohnbar.

Um 11.28 Uhr wurde die Feuerwehr von Anwohnern mit dem Hinweis alarmiert, dass sich wohl noch eine Person in dem brennenden Haus befindet. Durch das beherzte Engagement der zur Hilfe eilenden Nachbarn konnte der Hausbewohner aus dem Anwesen gerettet werden, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Mit leichten Verletzungen konnte die Person vom DRK versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Brand brach im Bereich der Küche aus und breitete sich schnell in der Doppelhaushälfte aus. Das Haus gehört zu den Reihenhaussiedlungen der ehemaligen Lonza-Bebauung aus dem Jahr 1925 und war noch nicht nach heutigem Standard saniert. Durch die Hitzeentwicklung des Feuers wurden im Haus mehrere Explosionen ausgelöst, die durch die Lagerung von Gegenständen wie Spraydosen und anderen Behältnissen mit explosionsfähigen Stoffen verursacht wurden. Entsprechend groß war die Gefahr, dass das Feuer auf das direkt angrenzende Nebenhaus übergreift, das zum Zeitpunkt des Brandes verwaist war.

Nach ersten Erkenntnissen wurden in der angrenzenden Doppelhaushälfte, die bereits saniert wurde, keine Schäden festgestellt. Ein naher Verwandter konnte für den Zugang zum Gebäude kontaktiert werden. Im betroffenen Gebäude muss die Holzdecke jedoch wegen Einsturzgefahr abgestützt werden. Das Technische Hilfswerk übernahm nach den Löscharbeiten die Sicherungsmaßnahmen. Um den Brand zu bekämpfen waren aus Küssaberg mehr als 50 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen im Einsatz, aus Waldshut kam die Feuerwehr mit 16 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen, darunter die große Drehleiter. Das DRK unterstützte die Rettungsaktion mit zwei Fahrzeugen und sechs Rettungskräften.

Zur Klärung der Brandursache untersuchten Kriminaltechniker die Brandstelle. Die Ermittlungen dauern an. Neben dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Andreas Kuhnert machte sich auch Bürgermeister Manfred Weber ein Bild von der Situation vor Ort.

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