Ein kleines Grüppchen von Schülern vor einem großen Bildschirm – so stellt sich Timo Feigl, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Rheintal, ein digitales schwarzes Brett vor. Jeden Morgen sollen die Schüler dort erkennen können, ob ein Lehrer krank ist, Unterricht entfällt oder jemand den Lehrer vertritt und in welchen Raum sie dann müssen.

Einen für die Schüler einsehbaren Vertretungsplan gab es bisher nicht: "Bisher wurden Vertretungsstunden und alltägliche Informationen verbal von den Lehrkräften an die Klassen weitergegeben", berichtet Timo Feigl. An Veranstaltungstagen, wie dem Elternsprechtag oder dem Tag der offenen Tür, könnten dann auch Informationen für Eltern und Besucher einfach dargestellt werden. Der Einsatz sei gar nicht so komplex: "Wir führen ein digitales Schultagebuch, eine digitale Lernplattform, in der die Lehrveranstaltungen aufgelistet sind. Der Admin kann dort in einem Modul Eintragungen machen", erklärt der Schulleiter.

Die Gemeinschaftsschule Rheintal hat zwei Standorte: Küssaberg und Hohentengen. Dementsprechend sollen auch zwei schwarze Bretter angeschafft werden: "Wir haben zwei Standorte. Also brauchen wir alles doppelt: zwei große Monitore, jeweils angeschlossen an einen kleinen Linux-Rechner, die aber sehr stabil laufen muss. Dort ist ganz einfach nur der Internet-Browser im Vollbild-Modus geöffnet und so eingestellt, dass er sich in regelmäßigen Intervallen aktualisiert", erklärt Timo Feigl das Vorgehen.

Hinzu komme noch die komplette Einrichtung, die Bildschirme müssten schließlich so in der Wand verankert werden, dass sie "vor Schülerhand gesichert sind", so der Schulleiter. Außerdem solle zu den Bildschirmen jeweils ein LAN-Kabel gelegt werden: "Die Erfahrung an anderen Schulen zeigt, wie störanfällig das WLAN sein kann", erklärt Feigl. Er rechnet mit Anschaffungskosten von rund 2000 Euro pro Geräteeinheit. Mit der Bewerbung zum Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus hofft der Schulleiter auf einen Gewinn von mindestens 4000 Euro. "Wenn wir das Geld gewinnen, können wir die schwarzen Bretter sofort installieren", verspricht er seinen Schülern.

 

Die Schule

300 Schüler besuchen die Gemeinschaftsschule Rheintal an den beiden Standorten. Seit dem Schuljahr 2013/14 wird hier nach dem Konzept der Gemeinschaftsschule gelernt. Die GMS Rheintal möchte, so heißt es auf der Homepage, ihre Schüler auf ihrem Weg ins Leben begleiten und sie zu selbstständigen, lebenstüchtigen, verantwortungsbewusst und demokratisch handelnden Menschen erziehen.

Weitere Informationen im Internet:gemeinschaftsschule-rheintal.de