Mit diversen Auftragsvergaben hat der Gemeinderat jetzt den Startschuss für die erste Bauphase der insgesamt 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung der Gemeinschaftsschule Rheintal am Standort Rheinheim gegeben. Nachdem sich die Verwaltung im April über die Zusage einer Förderung über 666 000 Euro aus dem kommunalen Sanierungsfond freuen konnte, begannen direkt die Vorbereitungen.

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Mittlerweile wurde auch von den notwendigen Handwerksbetrieben zugesagt, die Arbeiten hauptsächlich während der Sommerferien durchführen zu können. „Uns ist klar, dass wir nicht mit allem in den sechs Wochen Ferien fertig werden“, beschrieb Gerhard Bachmann vom Planungsbüro Bachmann aus Hohentengen die Situation. Allerdings soll bis Mitte Oktober alles abgeschlossen sein.

Neue Böden, Decken und Elektrik

Vorgesehen ist, mit dem Lehrerzimmer, dem Rektorat und Sekretariat, sowie dem Mehrzweckraum mit dazugehörigen sanitären Anlagen zu beginnen.

Bereits im Oktober machte sich der Gemeinderat vor Ort ein Bild über die notwendigen Sanierungen im Lehrerbereich. Neben den offensichtlichen Punkten, ist der Schallschutz ein wichtiges Thema.
Bereits im Oktober machte sich der Gemeinderat vor Ort ein Bild über die notwendigen Sanierungen im Lehrerbereich. Neben den offensichtlichen Punkten, ist der Schallschutz ein wichtiges Thema. | Bild: Tina Prause

Die jetzt noch im Stil der 80er Jahre anmutenden Räume bekommen neben der notwendigen Modernisierung von Boden, Decken, Möbeln, Elektrik und einigen weiteren Punkten, eine Überarbeitung der aktuell noch sehr dünnen Wände, sodass zukünftig auch der Schallschutz gewährleistet ist.

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Die Auftragsvergaben für die Elektrik, die Gipser-und Schreiner-Arbeiten, sowie der Flies- und Abbrucharbeiten belaufen sich aktuell auf rund 250 000 Euro.

Mediales Lernen mit Tablet und Netbook

Einen weiteren Grund zur Freude gab es bereits in der vergangenen Woche für Rektor Timo Feigl und sein Lehrergremium: Der Schulverband stimmte für die Anschaffung von 40 Tablets im Wert von 4900 Euro für die 5. Klassenstufe, sowie 85 Netbooks für 44 400 Euro für die höheren Klassenstufen. Mittelfristig soll jeder Schüler ab Stufe 6 ein Gerät bekommen und dieses bis zu seinem Schulabschluss behalten.

Geplant ist, dass die Eltern sich mit einem monatlichen Betrag von zehn Euro beteiligen und das Gerät dann nach dem Schulabschluss behalten dürfen.

„Ziel ist es zum einen, an geeigneter Stelle die Lernmöglichkeiten zu erweitern und Dinge zu ermöglichen, die analog nicht oder nur eingeschränkt möglich sind“, erklärte Schulleiter Timo Feigl. Die Erfahrung zeige, dass die Schüler sich zwar bestens mit Smartphones auskennen, beim Umgang mit einem vollwertigen Betriebssystem inklusive Office-Anwendungen aber noch erhebliche Lücken bestehen. Diese Lücke soll nun mit dem weiteren Schritt in die Modernisierung geschlossen werden.