Sabrina Steiniger ist verantwortlich für die vielen bunten Beete in Küssaberg, die schon vielen Bürgern im Laufe der vergangenen Monate aufgefallen sind und sogar bei der Verwaltung lobend erwähnt wurden. Wer dieser Tage das Rathaus betritt, dem fällt sicher auch ihre herbstliche Dekoration im Eingangsbereich sofort auf.

Seit Neuem ist auch der Eingang des Rathauses saisonal dekoriert und fällt den Besuchern positiv auf.
Seit Neuem ist auch der Eingang des Rathauses saisonal dekoriert und fällt den Besuchern positiv auf. | Bild: Tina Prause

„Es ist schon immer mein Traumberuf gewesen“, sagt die gelernte Zierpflanzengärtnerin, die als Jugendliche eigentlich Kfz-Mechanikerin werden wollte. Ein kurzes Praktikum in einer Gärtnerei, die dann auch ihr Ausbildungsbetrieb wurde, stimmte die heute 36-Jährige schnell um. „Man ist immer an der frischen Luft, sieht den Erfolg, egal ob ich eine Pflanze rette oder aufziehe“, beschreibt sie, was der Beruf für sie zu etwas besonderem macht.

Einfach mal ausprobieren, ist das Motto von Sabrina Steiniger. Sie vermehrt viele Pflanzen selbst, probiert aus, ob sie Ableger ziehen kann oder pflegt kranke Büropflanzen.
Einfach mal ausprobieren, ist das Motto von Sabrina Steiniger. Sie vermehrt viele Pflanzen selbst, probiert aus, ob sie Ableger ziehen kann oder pflegt kranke Büropflanzen. | Bild: Tina Prause

In Küssaberg ist Sabrina Steiniger für alle gemeindeeigenen Beete in den sieben Ortschaften von Küssaberg zuständig. Unterstützt wird sie dabei von zwei Mitarbeitern. Das Besondere an ihrer Tätigkeit als Gemeinde-Gärtnerin ist für Sabrina Steiniger die neue Erfahrung „die Pflanzen draußen im Beet zu sehen“. Bei den vorherigen Arbeitsstellen endete ihr Aufgabengebiet mit dem Verkauf der aufgezogenen Pflanzen. Während für die Hobbygärtner unter uns bald die ruhige Jahreszeit beginnt, hat Sabrina Steiniger bereits das Frühjahr geplant und bereitet es entsprechend vor.

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Eine Lieferung mit 6500 Setzlingen ist angekündigt, die eingepflanzt und auf das Auspflanzen im neuen Jahr vorbereitet werden müssen. Beim Düngen ist Sabrina Steiniger wichtig, rein organischen Dünger zu verwenden. Auch diverse Hornveilchen, die sie selbst gezogen hat, stehen schon im Gewächshaus. In Küssaberg darf man sich im kommenden Frühling wieder auf farbenfrohe Beete freuen. Neben den klassischen Pflanzen, entdeckt man weiter viele kleine Stecklinge um Sabrina Steiniger herum. „Ich probiere immer gerne aus“, sagt die Gemeinde-Gärtnerin und beschreibt kurz die verschiedenen Möglichkeiten, Pflanzen zu vermehren.

Es ist ihr Element. An der Arbeit mit Erde und Pflanzen hat die Gemeinde-Gärtnerin viel Freude.
Es ist ihr Element. An der Arbeit mit Erde und Pflanzen hat die Gemeinde-Gärtnerin viel Freude. | Bild: Tina Prause

Auch ein paar nicht so hübsch anzusehende Büropflanzen entdeckt man, die Kollegen Sabrina Steiniger anvertraut haben, um sie aufzupäppeln. „Jeder bekommt eine Chance“, sagt sie lachend. Sicher wird Sabrina Steiniger auch in der Adventszeit mit der einen oder anderen Dekoration das Rathaus in weihnachtliche Stimmung verzaubern. Und garantiert können sich die Küssaberger Bürgerinnen und Bürger im kommenden Frühjahr wieder über ein Farben- und Blütenfeuerwerk in den Gemeindebeeten freuen.

Tipp für Weihnachtsstern

Passend zur kommenden Adventszeit fragt man sich, ob Sabrina Steiniger nicht einen Tipp für die doch sehr empfindlichen Weihnachtssterne hat, die bald Schreibtische und Wohnräume zieren werden. Oft fallen die ersten Blätter bereits an Nikolaus. Die Gemeindegärtnerin erklärt, dass der Weihnachtsstern „keine nassen Füße mag“. Anstatt gießen, lieber 10 bis 15 Minuten ins Wasser stellen, gut abtropfen lassen und darauf achten, dass er nicht austrocknet. Weiter sollte er nicht zu dunkel stehen, er mag es nicht zu warm oder zugig. Viel Erfolg.