Erst vor wenigen Wochen informierte der erste Vorsitzende des Deutsch-Französischen Freundschaftsvereins La Talaudière, Bernhard Rossa in der Gemeinderatsitzung über die aktuelle Situation der mittlerweile seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft. Neue Impulse und Ideen seien auf beiden Seiten gefragt, um der allgemeinen Überalterung entgegenwirken zu können.

Schwerpunkt des Wochenendes war eine gemeinsame Sitzung, die im Rathaus von La Talaudière stattfand.
Schwerpunkt des Wochenendes war eine gemeinsame Sitzung, die im Rathaus von La Talaudière stattfand. | Bild: Jürgen Barabas

Um mögliche neue Ansatzpunkte zu besprechen, fuhr eine Delegation mit 32 Personen, bestehend aus Mitgliedern des Freundesvereins und Gemeinderatsmitgliedern am vergangenen Freitag für einen Wochenendbesuch in die französische Stadt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Schlendert man durch La Talaudière, entdeckt man viele kleine Besonderheiten.
Schlendert man durch La Talaudière, entdeckt man viele kleine Besonderheiten. | Bild: Jürgen Barabas

Für einige Mitglieder des Gremiums, beispielsweise Gottfried Ritter war es der erste Besuch in der Partnerstadt. „Die Gastfreundschaft, mit der wir aufgenommen wurden, war fantastisch“ lobte er das Engagement der Organisatoren.

Im Mittelpunkt des Wochenendes stand, neben der gemeinsamen Zeit, eine Arbeitssitzung für die künftig lebendige Gestaltung der Partnerschaft. Beide Gemeinden waren sich einig, dass die Angebote auch wieder auf Jugendliche abgestimmt werden sollten.

Über das erfolgreiche Wochenende freuten sich alle Beteiligten.
Über das erfolgreiche Wochenende freuten sich alle Beteiligten. | Bild: Jürgen Barabas

Mögliche gemeinsame Bildungsreisen nach Berlin, Paris, Straßburg oder Brüssel sollen geprüft werden, ebenso wie eine Teilnahme am Jugendlager der Evangelischen Kirchengemeinde Kadelburg. Wiederum auf französischer Seite wird alljährlich ein großes Boule-Turnier veranstaltet, zu dem auch gerne eine Delegation aus Küssaberg antreten könnte.

Gerade die Grünanlagen der Stadt werden von Besuchern immer wieder gelobt.
Gerade die Grünanlagen der Stadt werden von Besuchern immer wieder gelobt. | Bild: Jürgen Barabas

An Ideen, die in den kommenden Wochen und Monaten auf ihre Möglichkeiten geprüft und dann entsprechend ausgearbeitet werden sollen, mangelte es nicht. Wichtigster Meilenstein bei den vielen neuen Impulsen ist aber nach wie vor die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten. Und da kommt der Deutsch-Französischen Freundschaftsverein wieder ins Spiel.

Schon heute gibt es gemeinsame Aktivitäten und Möglichkeiten, sich einzubringen. Für Informationen steht Silvia Barabas per E-Mail (silvia.barabas@t-online.de) oder unter Telefon 07742/41 62 gerne zur Verfügung.

Die Partnergemeinde La Talaudière

Die einstige Kohleabbau-Gemeinde ist mit gut 6750 Einwohnern eine aufstrebende Kleinstadt im Département Loire. Küssabergs Bürgermeister Manfred Weber schätzt die Vorzüge der Stadt. „La Talaudière liegt günstig im Einzugsbereich von Saint-Étienne. Aber auch die Erholungsgebiete entlang der Loire sind in kürzester Zeit erreichbar. Eine hohe Lebensqualität, was sich insbesondere in der wachsenden Einwohnerzahl wiederspiegelt“, lobt und beschreibt er die Partnergemeinde. Besonders sehenswert soll der Stadtpark sein mit einem wunderbaren alten Baumbestand sowie der Wochenmarkt, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet. Unbedingt besuchen sollte man das historische Museum „Maison du Patrimoine et de la Mesure“, in dem es um Maßeinheiten geht und in Saint-Étienne das Mine Museum, dass über den einstigen Bergabbau informiert.