Während viele Bürger in Küssaberg gerade in der Ferienzeit noch schlafen, beginnt gut zwei bis drei Stunden vor Öffnung des Freibades, der Arbeitstag für Reckingens Schwimmmeister Dirk Wunn und Kioskbetreiberin Heidi Schubert.

Das Badewasser muss geprüft werden und das Becken gereinigt. Falls nötig, wird der Rasen gemäht, die Technik geprüft und mit einem letzten Kontrollgang die Anlage auf Sauberkeit geprüft. Heidi Schubert war derweil schon einkaufen und richtet im Kiosk alles für einen reibungslosen Tagesablauf. Bisher schauen beide auf eine reibungslose Saison zurück.

Auch in diesem Jahr hat das Freibad in Reckingen keine besonderen Vorkommnisse zu melden. Die Gäste fühlen sich in der familiären Atmosphäre wohl und gut aufgehoben.
Auch in diesem Jahr hat das Freibad in Reckingen keine besonderen Vorkommnisse zu melden. Die Gäste fühlen sich in der familiären Atmosphäre wohl und gut aufgehoben. | Bild: Tina Prause

Auf die Frage, was sie an ihrer Tätigkeit am meisten fordert, sind sie sich sofort einig und antworten lachend „40 Grad Außentemperatur. Neben tendenziell überdurchschnittlich vielen Badegästen, auf die von Dirk Wunn geachtet werden muss, bedeutet das für Heidi Schubert in der Küche noch ein paar Grad mehr, während sie Pommes und Co. zubereitet.

Laut Umfrage zufriedene Gäste

Da ist zwischendrin ein Regentag für das Team erholsam. Zwar öffnet das Bad trotzdem um 10 Uhr, doch bei Dauerregen wird es bereits wieder gegen 12.30 Uhr geschlossen. Genügend zu tun gibt es dennoch. Den Stress während dieser Zeiten merkt man ihnen trotzdem nicht an, so das Ergebnis einer kleinen Umfrage bei Badegästen.

„Wir werden hier immer nett bewirtet und betreut“, lobt Stammgast Hartmut Venz den Service im Reckinger Freibad. Weiter betont er die „immer schöne Atmosphäre“, die ihn unter anderem auch motiviert, dort täglich seine Schwimmrunden zu absolvieren.

Gepflegt und übersichtlich, beschreiben die meisten Badegäste die Vorteile des Familienbades in Reckingen.
Gepflegt und übersichtlich, beschreiben die meisten Badegäste die Vorteile des Familienbades in Reckingen. | Bild: Tina Prause

Auch Heidi Schubert und Dirk Wunn sind zufrieden und dankbar für die überwiegend freundlichen Badegäste. „Wir sind ein übersichtliches Familienbad, das merkt man“, erklärt Heidi Schubert die Zusammensetzung der Gäste. Weitgehend Kinder und Eltern nutzen das beliebte Schwimmbad, Teenager zieht es oft woanders hin.

Mehr Müll als früher

Was allerdings beiden auffällt, ist die Zunahme des achtlos weggeworfenen Mülls, vorwiegend Zigarettenkippen. „Wir schauen darauf, dass unser Bad gepflegt ist und bleibt, da müssen aber auch die Gäste dazu beitragen, dass es so bleibt“, appelieren Wunn und Schubert. Sie empfehlen den Badbesuchern, einfach vorab mal die Badeordnung durchzulesen, „die kennen maximal fünf Prozent unserer Gäste“, ist sich Heidi Schubert sicher.

„Im Großen und Ganzen keine Probleme“

Dirk Wunn ist der neue Schwimmmeister in Reckingen und berichtet von einem recht problemlosen Einstand.

Die Gäste betonen immer, sie fühlen sich gut aufgehoben. Gibt es in Ihrem Freibad nie Probleme mit renitenten Gästen?

Das haben wir bisher zum Glück nur ganz wenig gehabt. Es gibt ja immer welche, die sich nicht an die Baderegel halten oder machen, was sie wollen. Im Großen und Ganzen gibt es hier aber keine Probleme.

Wie gehen Sie mit Besuchern um, die sich Ihren Ermahnungen widersetzen?

Das war zu Beginn ja alles Neuland für mich. Ich habe dann ein Badeverbot erteilt, das hat zum Glück auch gleich ausgereicht.

Fragen: Tina Prause