Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Baustelle „Wohnen im Alter“ noch mit den Vorarbeiten für das Fundament beschäftigt war. Besichtigt man heute Küssabergs größtes Hochbauprojekt, kommt man ins Staunen, wie schnell die Arbeiten bereits vorangeschritten sind.

Ähnlich gut voran geht es bei den einzelnen Planungsschritten, die das Haus Mitte 2021 mit Leben füllen sollen. „Wir haben schon sehr viele Anmeldungen für die acht Wohnungen“, informiert Hans Eckert, Bereichsleiter des Projekts von der Bürgergemeinschaft Küssaberg e.V.

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Vor gut sechs Jahren begannen die ersten Planungen für das Projekt, bevor dann im Juni 2019 der Spatenstich im Trottenweg in Kadelburg stattfand. Während im ersten Stock acht barrierefreie Wohnungen entstehen, ist im Erdgeschoss eine selbstversorgende Wohngruppe mit insgesamt zwölf Plätzen geplant. Hierfür gibt es aktuell zwei Anfragen.

Planungen laufen auf Hochtouren

Momentan befasst sich die Arbeitsgruppe vor allem mit Details der anstehenden Betriebsaufnahme. Die Planung des Wohngemeinschaftsbetriebs muss aufgestellt werden und hierfür Kontakte mit möglichen Vertragspartnern aufgenommen werden.

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Welche Kosten kommen auf die Bewohner zu und mit welchen Zuschüssen können diese eventuell rechnen? Da „Wohnen im Alter“ selbsttragend organisiert sein wird, müssen die laufenden Kosten des Gebäudes sowie die Kosten für Dienstleistungen oder Alltagsbetreuung ebenfalls berücksichtigt werden. Aktuell kann noch nicht gesagt werden, wie hoch die Miete für die Wohnungen und die Wohngemeinschaft sein wird.

Im Oktober 2019 liefen die Fundamentarbeiten des Projekts an.
Im Oktober 2019 liefen die Fundamentarbeiten des Projekts an. | Bild: Tina Prause

Gleichermaßen wichtig sind die notwendigen Verträge für die verschiedenen Betreuungsformen. Was müssen diese beinhalten für die unterstützenden Organisationen. Auch im Rahmen der Einwohnerversammlung war das Großbauprojekt ein wichtiges Thema. Henry Bährle, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Küssaberg informierte die Anwesenden kurz über den aktuellen Stand der Planungen. So ist beispielsweise vorgesehen, eine Alltagsbegleitung und einige Dienstleistungen aus dem Angebot der Bürgergemeinschaft abdecken zu können.

Finanziell gut aufgestellt

Momentan liegt die finanzielle Planung für das Projekt bei 4,2 Millionen Euro. 347.000 Euro gab es bisher an Zuschüssen. 217.000 Euro davon sind für die Gemeinschaftsräume zu verwenden. Weiter wurde das Projekt bisher mit Spenden, insgesamt gut 10.000 Euro von Küssabergs Vereinen und Bürgern unterstützt.