Bereits seit einigen Wochen laufen Sanierungsarbeiten im alten Rathaus in Rheinheim. Dass es sich dabei nicht um die ersten Arbeiten in dem aus dem Jahr 1525 stammenden Haus in Rheinheims spätgotischen Ortskern handelt, macht allein das Alter deutlich.

Gegen 1890 war das Gebäude noch mit Stroh gedeckt. Auch die Treppe war damals nur von einer Seite begehbar.
Gegen 1890 war das Gebäude noch mit Stroh gedeckt. Auch die Treppe war damals nur von einer Seite begehbar. | Bild: Tina Prause

Momentan laufen, ähnlich wie im vergangenen Jahr, Kernsanierungsarbeiten im Obergeschoss. Diesmal an der dort gelegenen Wohnung. Gut 75.000 Euro investiert die Gemeinde nach aktuellem Stand dafür.

Eine vergleichbare Summe wurde bereits im vergangenen Jahr in die Sanierung zwei weiterer Wohnungen investiert, von denen eine mittlerweile an die Sozialstation Klettgau vermietet ist. Die restlichen Wohnungen sollen für einen Teil der rund 70 Flüchtlinge, die in Küssaberg untergebracht sind, Wohnraum bieten.

Gemeinderat vor Ort

Vor wenigen Tagen besichtigte der Gemeinderat die Baustelle und ließ sich die einzelnen Bauabschnitte, die gut im Zeitplan liegen, von Klaus Gäng, Bautechniker der Gemeinde erläutern.

Klaus Gäng, Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde, erklärt dem Gemeinderat die verschiedenen Schritte der Kernsanierung.
Klaus Gäng, Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde, erklärt dem Gemeinderat die verschiedenen Schritte der Kernsanierung. | Bild: Tina Prause

Bürgermeister Manfred Weber informierte weiterhin an dem Termin, dass „das alte Rathaus Rheinheim schon bei der Lösung vieler Unterkunftsprobleme geholfen hat“. Auch jetzt wird die Fertigstellung schon „mit Ungeduld erwartet“, da die Wohnung bereits für eine geflüchtete Familie benötigt wird.

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Ebenfalls von Interesse war für das Gremium die Arbeit der Sozialstation Klettgau. Christoph Siebler, Geschäftsführer der Sozialstation und der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Frau Ziegler erläuterten das Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“. Viele ältere und pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger aus allen sieben Ortsteilen der Gemeinde nutzen die täglichen Hilfestellungen des Pflegedienstes, um so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können.

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Ein Haus der Vielfalt

Auch im Erdgeschoss des Gebäudes finden viele Aktivitäten des täglichen Gemeindelebens statt. Zweimal pro Woche übt das ehrenamtliche Wort-Schatz-Team mit zugezogenen Frauen die deutsche Sprache. Weiter finden in den Räumen des alten Rathauses Vorträge des Museumsvereins statt oder Veranstaltungen der Volkshochschule Küssaberg. Auch trifft sich dort regelmäßig das Partnerschaftskomitee La Talaudière.

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Der Keller ist seit der Sanierung 1984 dem Museum Küssaberg vorbehalten. Seit vielen Jahren finden hier, neben einer Dauerausstellung über die regionalen Funde aus der Römerzeit, wechselnde Ausstellungen statt. Das Museum öffnet jeden Sonntag von 14.30 bis 17 Uhr seine Türen. Der Eintritt ist gratis.