Noch wenige Sekunden auf der Uhr. Strafstoß. Das letzte Finalspiel der Mini-WM beim Ferien-Camp des SV Rheintal hätte nicht spannender enden können. Und setzte am vergangenen Sonntag den sportlichen Schlusspunkt hinter drei Tage Fußball satt.

Statt erneut eine Fußball-Schule einzuladen, nahmen die Rheintäler dieses Mal alles selbst in die Hand. Ermöglicht hat das Profi-Trainer Sascha Stauch. Der 44-jährige Küssaberger, zuständig für Spielanalyse- und entwicklung beim Schweizerischen Fußballverband, erstellte in seiner Freizeit gemeinsam mit seinem Bruder Patrick ehrenamtlich ein professionelles Trainings- und Spielprogramm.

Zweimal tägliches Ritual beim Fußball-Camp des SV Rheintal: Das gemeinsame „Warm-Up“, das Patrick Stauch choreographiert hat.
Zweimal tägliches Ritual beim Fußball-Camp des SV Rheintal: Das gemeinsame „Warm-Up“, das Patrick Stauch choreographiert hat. | Bild: SV Rheintal

96 Taschen, gefüllt mit Trikotsatz und Trinkflaschen, lagen zum Auftakt am Freitagmorgen bereit. Ebenso viele Bälle wurden zu einer Pyramide aufgestellt. Acht eingezeichnete Trainingsplätze mit jeweils vier Minitoren ruhten in der Sonne. Und dann kamen endlich die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 14 Jahren aus dem gesamten Landkreis zum Sportgelände.

16 Trainer aus der Nachwuchsabteilung und den Aktivmannschaften des SV Rheintal leiteten die Einheiten und führten durch die Wettbewerbe. Ein zentraler Aspekt war das Funino-Spiel auf vier Tore, das die Kinder nach dem Baukastenprinzip Schritt für Schritt zu eigenen Lösungen für verschiedene Offensiv- und Defensivaufgaben motivierte.

Die Funino-Felder mit ihren vier kleinen Toren und Schusszonen waren vielseitig einsetzbar. Hier in der Qualifikationsrunde der Mini-WM.
Die Funino-Felder mit ihren vier kleinen Toren und Schusszonen waren vielseitig einsetzbar. Hier in der Qualifikationsrunde der Mini-WM. | Bild: SV Rheintal

Die Vormittage waren für das Training sowie die Qualifikationen für die Endrunden der Schuss- und Dribbelwettkämpfe reserviert.

Beim Dribbelkönig-Wettbewerb galt es schnellstmöglich um die Hütchen und die Stange zu kommen.
Beim Dribbelkönig-Wettbewerb galt es schnellstmöglich um die Hütchen und die Stange zu kommen. | Bild: SV Rheintal

An den Nachmittagen konnten sich die Kickerinnen und Kicker in Auf- und Abstiegspartien und einer Mini-Weltmeisterschaft messen. Natürlich mit offizieller Auslosung und Hymnen in den Finalspielen.

Bei der Mini-WM war Weltmeister Frankreich natürlich auch dabei.
Bei der Mini-WM war Weltmeister Frankreich natürlich auch dabei. | Bild: SV Rheintal

Im Zeichen der Familien stand der abschließende Sonntag. Das von Patrick Stauch choreografierte Aufwärmprogramm diente zugleich als Aufführung für die Eltern. Die waren dann später bei den Kursen zum DFB-Abzeichen gegen ihren Nachwuchs gefordert. Wie auch auf dem eingezäunten Soccer-Court oder beim Bubble-Soccer in Luftkissenbällen.

Mit den Entscheidungen der Mini-WM sowie den Urkunden- und Pokalübergaben endete das dreitägige Fußballfest. Ein großes Dankeschön richtete Jugendleiter Oliver Bodmer an die Helferinnen und Helfer, Trainer und Sponsoren aus der Umgebung, ohne die das Camp nicht möglich gewesen wäre.

Sascha Stauch (links) und Patrick Stauch überreichten den Finalisten der Wettbewerbe kleine Geschenke.
Sascha Stauch (links) und Patrick Stauch überreichten den Finalisten der Wettbewerbe kleine Geschenke. | Bild: SV Rheintal

„Unser primäres Ziel war es, die Kinder mit Fußball zu „fairzaubern“ und zu „fairbinden“. Ich habe am Sonntagabend nach Ende des Camps nur strahlende Kinder und zufriedene Eltern gesehen“, zog ein glücklicher Sascha Stauch Bilanz.