Von Entwarnung kann trotz des Regens und der kühleren Temperaturen für die Fische im Rhein noch nicht die Rede sein. Zwar hat der Regen hier und da etwas Entspannung gebracht, aber die Situation ist durch die anhaltende Hitze immer noch kritisch. Der Rhein und die umliegenden Flüsse sind momentan zu warm für die Fische.

Zuflüsse und Grundwasseraufstöße kühlen Rhein ab

Rund um Küssaberg ist die Lage mit dem Fischsterben noch nicht so prekär wie am Bodensee. In dem Bereich hat der Rhein ein paar Zuflüsse und Grundwasseraufstöße, die hier und da das Wasser etwas herunter kühlen. Prinzipiell liegen die Temperaturen unter denen in Höhe des Bodensees. Vergangene Woche wurde allerdings auch hier die 27-Grad-Marke geknackt und somit ist auch hier die Tragik nicht wegzureden.

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Mitglieder des Angelsportvereins Küssaberg versuchen, ähnlich wie in fast jeder anderen Gemeinde, seit Tagen ihr Möglichstes, um die gefährdeten Tiere zu retten. „Fische wandern ja, die fehlen dann überall“, erklärt Knut Hammelmann, Vorsitzende des Angelsportvereins Küssaberg, warum trotzdem auch Küssaberg betroffen ist. Um die Fische aus zu warmen Flüssen in kühleres Gewässer umzusetzen, muss man entsprechend ausgestattet sein: Mit einem ausreichend großen Transportbecken, Pumpe, Frischwasser und mit Wissen.

Stress ist für Äschen und Forellen tödlich

Viele Bürger würden momentan den Fischen helfen wollen und setzen sie in Eigenregie ihrem Denken nach an einen kühleren Ort um. Der dadurch für den Fisch entstehende Stress sei aber dann für die um ihr Leben kämpfenden Äschen und Forellen tödlich. Auch werden oft Kinder beobachtet, die sich freuen, im seichten Wasser die Fische jagen zu können. Auch das treibt laut Verein die Fische in den Tod. Hier werden die Eltern gebeten, den Kindern zu erklären, dass es gerade jetzt wichtig ist, sofort wegzugehen, wenn sie merken, dass Fische dort versuchen, zu überleben.

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Im Kanton Zürich wurden bereits Informationsschilder aufgestellt, um auf die Erholungszonen für Fische hinzuweisen. Wer sich aktiv an der Rettung der Fische beteiligen will, kann sich an den zuständigen Angelsportverein oder, falls die Kontaktdaten nicht bekannt sind, an die Gemeinde wenden und dort nach der Zuständigkeit fragen. Alles andere wäre eine falsche Hilfe. Aktuell bleibe laut Verein nur zu hoffen, dass der Regen der vergangenen Tage und die etwas angenehmeren Temperaturen die Situation weiter entschärfen.