Gut ein Jahr Arbeit liegt hinter den vielen ehrenamtlichen Helfern, die am Bau des neuen Mehrgenerationenplatzes in Bechtersbohl gearbeitet haben. Was sie geleistet haben, kann sich wirklich sehen lassen. Der aus Bechtersbohl, dem kleinsten Küssaberger Ortsteil (rund 300 Einwohner), stammende Holzbildhauer Peter Frisch (61) hat dieser Tage dem neuen Treffpunkt für Jung und Alt eine künstlerische Besonderheit beschert.

Jetzt ist der „gute Geist“ fertig. Peter Frisch und Leo sind zufrieden.
Jetzt ist der „gute Geist“ fertig. Peter Frisch und Leo sind zufrieden. | Bild: Tina Prause

Ein mehr als 70 Jahre alter und maroder Kirschbaum steht über dem Mehr-Generationenplatz. Der damals erste Gedanke, ihn zu fällen, wurde schnell verworfen. Peter Frisch, der seit vielen Jahren in München lebt und arbeitet, ist immer noch familiär mit Bechtersbohl verbunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Angefragt durch seinen Bruder Roland Frisch, ob er dem abgestorbenen Baum nicht eine neue Form geben könnte, sagte der Holzbildhauer sofort zu. „Ich will, dass aus diesem Baum etwas wird, die Leute haben sich so viel Mühe gegeben, da mache ich gerne mit“, erklärt Frisch seine Begeisterung für den Einsatz. Schnell war auch klar: Es soll so etwas wie ein guter Geist für den neuen Treffpunkt für Jung und Alt entstehen.

Fritz Ebner, Peter Frisch mit Neffe Leo sowie Michael Meyer (von links) am Kirchbaum, der schon keine Äste mehr hat.
Fritz Ebner, Peter Frisch mit Neffe Leo sowie Michael Meyer (von links) am Kirchbaum, der schon keine Äste mehr hat. | Bild: Tina Prause

In dieser Woche wurden die Arbeiten ausgeführt. Schon traditionell für den Ort, gab es jede Menge kleine und große helfende Hände. Die notwendigen, groben Vorarbeiten leistete Michael Meyer, während Manfred Gisy das Organisatorische übernahm. Nachdem Peter Frisch zusammen mit seinem Neffen Leo am ersten Tag gut vorankam mit den Schnitzarbeiten, wurde der Künstler ab dem zweiten Tag von den Kindern aus der Ferienbetreuung zusammen mit der Leiterin Silvia Schindler unterstützt. Unter seiner Anleitung schnitzten und hobelten die Kinder mit viel Spaß. Am Tag darauf ging es mit den Kindern aus Bechtersbohl weiter.

Leo und sein Onkel Peter Frisch mit der Skizze für den „guten Geist“.
Leo und sein Onkel Peter Frisch mit der Skizze für den „guten Geist“. | Bild: Tina Prause

Wie genau der „gute Geist“ genannt wird, steht noch nicht fest. Das wird bei der Einweihung des Mehrgenerationenplatzes am 22. September bekannt gegeben. „Es hat einfach total viel Spaß gemacht“, sagt der Holzbildhauer.

Das könnte Sie auch interessieren