Dass das Kadelburger Vereinsheim in der Kirchstraße sich nicht im besten Zustand befindet, stand für den Gemeinderat schon während einer Begehung im März fest. Gerhard Bachmann vom Planungsbüro Bachmann aus Hohentengen wurde daraufhin mit einer Bestandsaufnahme beauftragt, die er nun im Rahmen der öffentlichen Sitzung dem Gremium präsentierte. „Die Wünsche sind nicht unberechtigt“ leitete Bürgermeister Manfred Weber den Tagesordnungspunkt ein. Weiter äußerte er auch seine Bedenken: „Ich befürchte, dass außerhalb der Sanierung der Brandschutz dazu kommt.“

Das Vereinsheim ist massiv gebaut. Innen warten im jedem Stock diverse Maßnahmen auf ihre Sanierung.
Das Vereinsheim ist massiv gebaut. Innen warten im jedem Stock diverse Maßnahmen auf ihre Sanierung. | Bild: Tina Prause

Die Liste von Gerhard Bachmann, der die sanierungsbedürftigen Maßnahmen vorstellt, ist lang und beinhaltet große Punkte wie die alten und teilweise defekten sanitären Anlagen und den veralteten Stromverteilerkasten. Das Haus wird mit energieziehenden Nachtspeicheröfen geheizt und es fehlt an Grundmauerschutz. Die Treppe ist oft für ältere Besucher des Vereinshauses eine echte Herausforderung und sollte ersetzt werden.

Das Vereinsheim ist massiv gebaut. Innen warten im jedem Stock diverse Maßnahmen auf ihre Sanierung.
Das Vereinsheim ist massiv gebaut. Innen warten im jedem Stock diverse Maßnahmen auf ihre Sanierung. | Bild: Tina Prause

Um Brandschutz sieht es nicht gut aus

Und die von Bürgermeister Manfred Weber genannte Sorge bestätigte sich ebenfalls. Es mangelt an vielen Stellen am Brandschutz, teilweise ist das komplette Volumen noch nicht abzusehen. Auch gibt es keinen, wie vom Gesetzgeber vorgegebenen zweiten Rettungsweg vom Dachgeschoss aus. Hier wäre aufgrund der Bauart eine externe Treppe ein Lösungsansatz. Ebenfalls zu überlegen sei bei so einem Sanierungsaufwand die Barrierefreiheit. Klar ist, dass hier eine große und kostspielige Aufgabe auf die Gemeinde zukommt, die der Gemeinderat aber für notwendig erachtet. „Ich spreche mich dafür aus, dass wir da im Bereich des möglichen Hand anlegen“ äußerte sich beispielsweise Gremiumsmitglied Gottfried Ritter.

Spende für Vereinsheim

Zunächst entschied der Gemeinderat einstimmig, dass die Verwaltung und das Planungsbüro Bachmann die Richtung weiter verfolgen und unter anderem die genaue Situation zum Brandschutz abklären. Weiter sollen auch eventuelle Synergieeffekte mit der Grundschule und dem Kindergarten abgeklärt werden, deren Beengtheit auch bekannt ist. Die Ergebnisse sollen zu Beginn des neuen Jahres wieder im Rahmen der Gemeinderatsitzung besprochen werden. Doch es gibt auch einen erfreulichen Teil. Der Verein der Gartenfreunde Küssaberg, der ebenfalls die Räumlichkeiten für die jährliche Hauptversammlung nutzt, spendete 4000 Euro für Instandsetzung.