Küssaberg (hs) Die Bezeichnung "Schulsekretärin" charakterisiert völlig unzureichend den Posten, den Doris Zab seit Jahrzehnten in den Schaltzentralen zweier Küssaberger Schulen innehat. Indes verweist sie auf den Beginn eines Prozesses, den Bürgermeister Manfred Weber an einer Feierstunde zu Zabs 40-jährigen Dienstjubiläum vor den Kollegien und Vertretern der Verwaltung als "tief greifende Veränderung der Schullandschaft" nachzeichnete. Doris Zab ist für viele die gute Seele der Küssaberger Schulen.

Mit exzellentem Zeugnis und Kenntnissen in Stenografie war die ausgebildete Justizfachangestellte 1992 nach Elternzeit in die Küssaberger Verwaltung gewechselt. Ein "regelrechtes Gerangel" zwischen den jeweiligen schulischen Dienstherren (sieben Rektoren nahmen Doris Zabs vielfältige Dienste in Anspruch) führten zu einer Erhöhung in Trippelschritten ihres Arbeitszeitanteils von anfänglichen 31 zu aktuellen 55 Prozent. Von 1994 bis 1997 verlegte sie sich wieder auf die Mutterrolle, als ihre zweite Tochter zu Welt kam. Mit leiser Ironie resümierte Bürgermeister Manfred Weber die Reformaktivitäten der wechselnden Kultusminister, deren Umsetzung in die Praxis von der administrativen Basis gehörige Anstrengungen abverlangte – und dies immer noch tut. Doris Zab tat das ihrige und schärfte IT- und andere Kompetenzen auf regelmäßigen Fortbildungen.

Rektor Timo Feigl von der Gemeinschaftsschule und Konrektorin Ulrike Gebhardt von der Grundschule würdigten Doris Zabs kollegiale, einfühlsame und umsichtige Amtsführung ebenso wie die vormaligen Schulleiter Ottokar Sinnemann und Sylvia Nikolai. Ulrike Gebhardt, die längste Weggefährtin der Jubilarin, rühmte deren Flexibilität in schwierigen Situationen und jederzeitige Offenheit in alle Richtungen. Dass hier eine Freundschaft am Arbeitsplatz gewachsen ist, war bei der Feierstunde deutlich zu spüren. "Frau Zab weiß einfach alles", dies ein Schülerzitat – und sie macht ihr Wissen auch Allen zugänglich.