Mit der Vergabe der Arbeiten für den Tief- und Straßenbau zur Sanierung der "Rebhangstraße" und "Im Gut" in Bechtersbohl hatte der Gemeinderat bereits in der vergangenen öffentlichen Sitzung Ende 2018 den Startschuss für die Großbaustelle in Bechtersbohl gegeben. Voraussichtlich Ende Februar, wenn die Wetterverhältnisse stimmen, soll mit den Arbeiten begonnen werden, die dann bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Zudem werden die offenen Straßen genutzt, um die bisher noch über Dachträger laufenden Stromleitungen durch Erdleitungen zu ersetzen.

Prekäre Situation

Ziemlich genau vor einem Jahr hatte Bürgermeister Manfred Weber den Gemeinderat erstmals über die prekäre Situation der Wasserleitungen in den beiden Straßenzügen informiert und die Dringlichkeit gemeinsam mit dem Ingenieur Ralf Mülhaupt vom Büro Tillig in Dogern erläutert. Schon damals war klar, dass die Arbeiten in den beengten Straßen für die Anwohner und die zu beauftragenden Firmen eine echte Herausforderung wird. "Wir wissen um die Schwierigkeiten, die durch unsere zahlreichen Baustellen insbesondere für die jeweiligen Anwohner entstehen", sagt Bürgermeister Manfred Weber und fügt an: "Doch ein funktionierendes Trinkwassernetz und eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung gehören zu den grundlegenden Aufgaben einer jeden Gemeinde. Daran arbeiten wir seit Jahren". Besonders schwierig wird es für die Anwohner der Straße "Im Gut", da diese eine Sackgasse ist.

Etwas schwieriger ist die Situation in der Straße "Im Gut". Zum einen Sackgasse und zum anderen sehr eng wird während der Arbeiten die Straße nur bis zur Baustelle befahrbar sein.
Etwas schwieriger ist die Situation in der Straße "Im Gut". Zum einen Sackgasse und zum anderen sehr eng wird während der Arbeiten die Straße nur bis zur Baustelle befahrbar sein. | Bild: Tina Prause

Klar ist schon heute, während der Bauarbeiten, wird die Straße nur bis zum jeweiligen Standort der Baustelle befahrbar sein. Die dort ansässigen Firmen Semitron und Keller Elektronik sind zwingend auf die tägliche Erreichbarkeit durch Zulieferer und Paketdienste angewiesen. Die Verwaltung hatte während der ersten Bürgerversammlung zugesichert, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

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Etwas anders sieht es in der Rebhangstraße aus. Zwar ist die Straße genauso eng, allerdings ist sie auch von Küssnach aus zu erreichen, was das tägliche Leben der Anwohner nicht so massiv einschränkt, wie eine Straße weiter oben.

Etwas besser ist die Situation für die Anwohner der Rebhangstraße. Diese ist von zwei Seiten aus befahrbar.
Etwas besser ist die Situation für die Anwohner der Rebhangstraße. Diese ist von zwei Seiten aus befahrbar. | Bild: Tina Prause

Die vergangenen Monate hat die Verwaltung, das Ingenieurbüro Tillig und der Gemeinderat genutzt, um das Bauvorhaben bestmöglich vorzubereiten. "Auch in den beiden schwierigen Straßenzügen in Bechtersbohl sind wir erneut um verträgliche Lösungen bemüht", sagte der Bürgermeister. Hierüber wird die Verwaltung alle Betroffenen umfangreich informieren und lädt die Anwohner am Donnerstag, 7. Februar um 18 Uhr zu einer zweiten Bürgerversammlung in den Gemeindesaal in Bechtersbohl ein. Dort möchte man, kurz vor Baubeginn ausführlich informieren.