Die Mitglieder der Naturschutzgruppe Küssaberg haben ihren letzten Einsatz für das laufende Jahr beendet. Dieses Mal waren sie im Weidengrien und im Kadelburger Wald, Richtung Lauchringen unterwegs. In der Gemeinde Küssaberg befinden sich weit mehr als 100 Nistkästen, die von den Naturfreunden gepflegt werden. Das heißt: wegen der Parasiten reinigen, wenn etwas defekt ist reparieren und wenn nötig wird ein neuer Nistkasten aufgehängt. Sie müssen auch bedenken, dass die Vögel gerne einen freien Anflug zum Kasten haben und er in ausreichender Höhe hängt, geschützt gegen Katzen und Marder. Die Höhe liegt bei etwa zwei bis fünf Metern. Es gibt aber auch andere Dinge, die die Naturschützer beachten. Wird der Nistkasten direkt am Baum angebracht, dürfen nur Aluminiumnägel verwendet werden, um den Baum zu schützen.

Weitere Aufgaben

Die Küssaberger Naturschutzgruppe macht aber noch viel mehr für die Naturpflege. So zum Beispiel Unkrautbekämpfung am Hang der alten Kiesgrube in Rheinheim. Auch ein Thema: „Die Amphibien müssen gerettet werden“. Dann werden mit vereinten Kräften wieder Zäune an den Straßen, zum Schutz der Tiere, aufgestellt. Zwischendurch werden Exkursionen mit interessierten Besuchern durchgeführt, die unter anderem die Blütezeit der Orchideen zeigen. Sie kümmern sich um die vier Feuchtbiotope Blixen, Ackerbild, Matzental und Kiesgrube aber auch um die vielen Streuobstwiesen in der Gemeinde. Was gemacht werden muss, wird gemacht. Selbst Fasnacht macht da keinen Unterschied: „Man kann auch feiern und sich trotzdem um die Natur bemühen“, so Fredy Foster, ehemaliger Vorsitzender des Vereins.

Einsätze beginnen ab Februar

Die Naturschutzgruppe wurde 1982 gegründet. Ihre Arbeiten beginnen im Februar mit der Amphibienrettung, gehen weiter über die Pflege der Magerwiesen, mit Exkursionen in der Blütezeit der Orchideen Ende April bis hin zum Herbst, wo vier Feuchtbiotope gepflegt und dabei noch Nistkästen für die Vögel aufgestellt werden. Sogar im Winter sind sie dabei und entfernen neu gewachsenes Gebüsch auf den Magerwiesen.