Fast auf den Tag genau hatten die Naturfreunde Küssaberg vor 30 Jahren das erste Mal Schutzzäune für die Amphibien in Küssaberg errichtet. „Damals“, so der ehemalige Vorsitzende Fredy Forster, „hatten wir die Idee von den Schweizern aus Zurzach/ Rietheim aufgegriffen und haben angefangen, auch unsere Amphibien zu schützen. In unserer Anfangszeit wurden wir noch scherzhaft als Blümleverein belächelt. Mittlerweile hat sich das wesentlich geändert. Die Menschen haben erkannt, was unsere Mitglieder leisten. Die Natur liegt uns einfach am Herzen.“

Das könnte Sie auch interessieren

So richteten sie am vergangenen Wochenende zwischen Dangstetten und Reckingen wieder Schutzzäune für die bedrohte Tierwelt ein. Damit die Tiere nicht überfahren werden, wenn sie zu ihren Laichplätzen wollen, ist das nötig. Dieses Mal wurden mehr als 35 Mitglieder gezählt, die sich mit vereinten Kräften daran machten, die Schutzzäune einzurichten. Das Besondere war, dass alle Generationen des Vereins vor Ort waren, Jung bis Alt. Alle halfen mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Es galt, eine weite Strecke von Dangstetten aus, herum um die kleine Kapelle, bis fast zum Ortseingang von Reckingen einzuzäunen. Jedes Mal ist auch ein Gemeindemitarbeiter dabei, der das ganze Material, wie zum Beispiel die circa 50 Zentimeter breiten Zäune aus Drahtgeflecht, die im Boden versenkt werden und Eisenstäbe zum Sichern derselben auf einem Kleinlastwagen transportiert hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Dass sich diese Aktion jedes Jahr für die Kröten und Lurche auszahlt, kann man sich denken. Jedes Jahr werden Hunderte von verschiedenen Arten von Amphiben gerettet. Mittlerweile sind es Tausende. Was gemacht werden muss, wird gemacht. Selbst Fasnacht macht da keinen Unterschied: „Man kann auch feiern und sich trotzdem um die Natur bemühen“, so stimmen die anwesenden Mitglieder überein. Es werden auch in den nächsten Tagen und Wochen Exkursionen stattfinden, die dann Schülern und anderen Interessierten unter anderem den Zaun zeigen und weitere Informationen geben.