Beim diesjährigen Küssaberger Narrentreffen in Kadelburg war es etwas feucht. Aber das macht einem echten Narren nichts aus und so konnte das Treffen bis zum Schluss durchgezogen werden. Erst als der Umzug vorbei war, regnete es die größeren Tropfen. Anja Weißenberger, Vorsitzende des Narrenvereins Kadelburger Fergen, kommentierte aus erhöhter und regengeschützter Position die einzelnen Teilnehmer und stellte sie den Besuchern vor.

In Vertretung des Bürgermeisters hießen Brigitte Rossa und Bernhard Reichmann die zahlreichen Gäste und die Umzugsteilnehmer herzlich willkommen. Insgesamt nahmen am Narrentreffen in Kadelburg 25 Gruppen teil, eine 26. bildete das „Gardemaidle Marcella“. Es verkaufte kleine „Aufwärmer“ für einen guten Zweck, es sammelte damit Gelder für eine neue Bekleidung der Gardemädchen. Aus Tradition geht immer der gastgebende Verein dem Umzug voran und so führte auch der Musikverein Kadelburg gemeinsam mit den Kadelburger Fergen den Zug an.

Das Gardemaidle Marcella mit den Vögeln der Nacht.
Das Gardemaidle Marcella mit den Vögeln der Nacht. | Bild: Stefan Kurczynski

Die Teilnehmer aus dem Kindergarten in Kadelburg waren als Zauberer und Feen unterwegs und beim Turnverein Kadelburg wurde man in den Dschungel entführt. Der Narrenverein Reckingen kam mit einem riesigen Motorrad und präsentierte seine Zirkuswelt gemeinsam mit den Schnörri-Plätzern Reckingen.

Die Feuerwehrabteilung Kadelburg führte noch einmal ihre beste Feuerwehrspritze vor und die Landfrauen kamen als „Vögel der Nacht“ zum Umzug. Als befreundete Gäste beim Narrentreffen in Kadelburg wurden ganz herzlich der Narrenverein aus Birndorf, die Guggenmusiker Güngelsuger aus Berau, der Narrenverein Guggenloch aus Aichen, die Stampfi Geischter aus Nöggenschwiel, der Narrenverein aus Grießen, die Guggenmusik Holzöpfel-Schränzer aus Schachen, die Schellenhexen aus Gurtweil und die Guggenmusik Studähaaghüüler aus Brenden begrüßt.

<strong>Beeindruckend: </strong>So sehen die Hinterbachsürpfler beim Umzug aus.
Beeindruckend: So sehen die Hinterbachsürpfler beim Umzug aus. | Bild: Stefan Kurczynski

Ein chinesischer Drache versuchte, zusammen mit den Dangstetter Landfrauen, den Regen zu vertreiben, was ihm auch fast gelang. Zwischendurch gaben die Hinterbachsürpfler aus Dangstetten den Ton an. Der Turnverein Dangstetten führte die Gäste dann in den Zauberwald zu den Zauberern und Hexen. Meister Eder und seinen Pumuckel, gleich in vielfacher Person, riefen die Landfrauen zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Bechtersbohl in Erinnerung.

<strong>Einheitlich: </strong>Eine große Gruppe von Pumuckeln kam zum Umzug in Kadelburg.
Einheitlich: Eine große Gruppe von Pumuckeln kam zum Umzug in Kadelburg. | Bild: Stefan Kurczynski

Nicht fehlen durften die Narren aus Dangstetten und die Küssaberger Rebesäck. Sie machten sich mit Konfetti und Guzele über die Besucher her. Da blieb kaum einer verschont. Nachdem, was dem Besucher hier in Kadelburg beim Narrentreffen geboten wurde, darf man gespannt sein, wenn nächstes Jahr das Treffen in Reckingen stattfindet, denn Reckingen hat sich schon etwas ganz Besonderes ausgedacht.