„Wir haben wieder das große Ziel, am 1. Januar mit einem fertigen Haushalt zu starten“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Manfred Weber die jüngste Gemeinderatssitzung. Zusammen mit Rechnungsamtsleiter Joachim Isele erläuterte er dem Gremium die Planung der Gemeinde Küssaberg für das kommende Jahr. Demnach sind Ausgaben in Höhe von rund 21 Millionen Euro vorgesehen. 

Einen Löwenanteil des Gesamtbudgets nehmen dabei die Kosten für Sanierungs- und Baumaßnahmen in der Gemeinde ein. So sind für das laufende Landessanierungsprogramm, das im Ortsteil Kadelburg greift, 1,7 Millionen Euro geplant. 200.000 Euro davon fließen in die notwendige Sanierung des Vereinsheims in der Kirchstraße.

Auch die Betonwerke der Kläranlage sollen eine Generalsanierung erhalten, die mit 400.000 Euro eingeplant wurde. Weitere 1,5 Millionen Euro gehen zugunsten der Planung und Gestaltung für die neue Ortsmitte Kadelburg. Für das größte Hochbauprojekt der Gemeinde, „Wohnen im Alter“, sind insgesamt 4,3 Millionen Euro eingeplant. Eine Million Euro davon wurde bereits in diesem Jahr investiert. Im kommenden Jahr sollen 2,2 Millionen Euro an Baukosten hinzukommen.

Ähnlich hoch sind die Erschließungskosten für das Neubaugebiet „Wüstreben“ in Dangstetten. Aktuell sind dafür 2,1 Millionen Euro eingeplant. Die Ausschreibungen für die Arbeiten laufen momentan. Die Auftragsvergaben sollen in der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr erfolgen.

Im kommenden Jahr beginnen die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Wüstreben“ in Dangstetten. Nach aktueller Planung könnten im Frühjahr 2021 die Grundstücke verkauft werden.
Im kommenden Jahr beginnen die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Wüstreben“ in Dangstetten. Nach aktueller Planung könnten im Frühjahr 2021 die Grundstücke verkauft werden. | Bild: Tina Prause

Auch an der Gemeinschaftsschule Rheintal am Standort Rheinheim wird weiter investiert. Die in diesem Jahr begonnene Sanierung mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro war ursprünglich auf drei Jahre angesetzt. Je nach Verfügbarkeiten und Möglichkeiten, könnten die Arbeiten aber bereits im Jahr 2020 komplett abgeschlossen werden. Dafür ist eine Million Euro im Haushalt 2020 vorgesehen.

Die Sanierung der Gemeinschaftsschule hat bereits begonnen. Das Geld für die nächsten Schritte ist eingeplant für einen schnellen Abschluss der anstehenden Arbeiten.
Die Sanierung der Gemeinschaftsschule hat bereits begonnen. Das Geld für die nächsten Schritte ist eingeplant für einen schnellen Abschluss der anstehenden Arbeiten. | Bild: Tina Prause

Die durch den Digitalpakt geschaffenen Möglichkeiten für die Gemeinschaftsschule und die Grundschule sollen genutzt werden. Beide Schulen erarbeiten aktuell einen Medienentwicklungsplan, mit dem entsprechende Zuschüsse beantragt werden können. Die Kosten für die Gemeinde liegen hier bei circa 70 000 Euro.

Ebenfalls als Investition zu sehen ist die Beteiligung an ED Kommunal, die der Gemeinderat im November beschlossen hat. Für die 400 000 Euro, die dort angelegt werden, garantiert das Unternehmen Energiedienst eine jährliche Dividende in Höhe von 3,69 Prozent. Die Personalkosten steigen im Vergleich zum Vorjahr um 200 000 Euro und liegen demnach 2020 bei 4,5 Millionen Euro. Unverändert bleibt die Situation der Grund- und Gewerbesteuer. Hier ist keine Erhöhung vorgesehen.