Voll besetzt war am Wochenende die Trotte in Kadelburg. Von den fast 300 Plätzen war keiner mehr frei, so gut besucht war das Jahreskonzert des Musikvereins Kadelburg unter der Leitung von Carola Meents. Gekonnt führte Verena Preis durch das Programm, das dieses Mal das Thema „Zirkus“ hatte. Und gleich das erste Stück war dann auch das, was man immer im Zirkus hört, wenn er beginnt, seine Attraktionen zu präsentieren: „Der Einzug der Gladiatoren“.

Eine bunte Vielfalt aus dem Zirkusleben bot der Musikverein an diesem Abend an. Zu jedem Titel hatte Verena Preis vorab recherchiert und erzählze den Zuhörern bei jedem eine Hintergrundgeschichte. Humorvoll erklärte sie, wie das eine oder andere Stück entstanden war, dabei streute sie auch immer wieder Musikerwitze ein.

Souverän: Diana Krüger begeisterte mit „Zungen-Akrobatik“ von Adolf Angst.
Souverän: Diana Krüger begeisterte mit „Zungen-Akrobatik“ von Adolf Angst. | Bild: Stefan Kurczynski

Obwohl an diesem Abend der Musikverein Kadelburg als Ganzes sein Können darbot, waren dieses Mal zwei Solisten die herausragenden Spieler. Diana König bot gekonnt das Stück „Zungen-Akrobatik“ von Adolf Angst, arrangiert von Harald Kolasch, dar. Doch damit nicht genug. In Erinnerung an den 1842 gegründeten Familienzirkus Renz, den heute viele noch aus der bekannten Fernsehserie aus den 60er und 70er Jahren kennen, spielte Mirko Groß auf dem Xylophon Souverän den Titel: „Erinnerungen an Zirkus Renz“ von Uwe Krause-Lehnitz.

Gekonnt: Ohne Probleme erinnerte Mirko Groß trotz der Schnelligkeit des Stücks auf dem Xylophon an den „Zirkus Renz“.
Gekonnt: Ohne Probleme erinnerte Mirko Groß trotz der Schnelligkeit des Stücks auf dem Xylophon an den „Zirkus Renz“. | Bild: Stefan Kurczynski

Auch zwei Ehrungen gab es an diesem Abend. Für 50 Jahre Treue zum Verein ehrte der Vorsitzende Christian Küpfer Hubert Herrmann. Am 1. Februar 1969 wurde Herrmann als aktiver Musiker in den Verein aufgenommen. Küpfer sagte: „Hubert stammt aus einer sehr musikalischen Familie, somit ist klar, er ist ein Allrounder. Er hat schon fast alles, was zu den Blechklassen gehört, gespielt, außer dem Alphorn. Dieses hat er dem Hausfrieden zuliebe gelassen.“ In seiner langen Vereinszugehörigkeit hatte er verschiedene Ämter inne. Unter anderem war er auch schon einmal Vorsitzender des Vereins. Ganze acht Jahre war er dann Schriftführer.

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Bernhard Preis wurde für sein 40-jähriges Engagement im Verein geehrt. Bereits mit 15 Jahren wurde er in die Reihen der Aktiven des Musikvereins aufgenommen. Sein Instrument, die Posaune, hat er nie abgelegt. Zahlreiche Ämter hat er zudem in den vier Jahrzehnten im Verein übernommen. Geblieben ist er beim Protokollführerposten – und das seit 27 Jahren.

Beide Musiker wurden dann noch mit einer Urkunde vom Verein geehrt. Ebenfalls eine Urkunde und eine Ehrennadel erhielten sie vom Bund deutscher Blasmusikverbände. Bernhard Preis bekam die silberne Ehrennadel und Hubert Herrmann erhielt die goldene Ehrennadel.

Abwechslungsreich: Die Akteure des Zirkus Musikale, Nicolas, Simon und Jonathan Meents sowie Klara Küpfer, unterhielten in der Pause.
Abwechslungsreich: Die Akteure des Zirkus Musikale, Nicolas, Simon und Jonathan Meents sowie Klara Küpfer, unterhielten in der Pause. | Bild: Stefan Kurczynski

Aufgelockert wurde das Programm in der Pause durch den Zirkus Musikale. Die Kinder der Dirigentin Carola Meents, Nicolas, Simon und Jonathan, sowie Klara Küpfer boten den Zuschauern eine „atemberaubende“ Show an. Ohne Zugaben der Musik konnte dieser gelungene Abend nicht enden.