Fröhliches Lachen erfüllte die Bergkirche Kadelburg beim Kabarettabend der Drei Damen vom EOK mit ihrem Programm „Geh aus mein Herz und such die Leut“. Das Trio firmiert als Evangelisches Oberrheinisches Kirchenkabarett und kommt aus Kenzingen. Monika Rudolph, Cornelia Schmidt und Claudia Zoller gestalteten das Programm als eine Art Workshop. Mit viel Witz und kuriosen Einfällen betrachteten sie die Freuden und Leiden der Ehrenamtlichen in der Kirchengemeinde, teilt die Kirchengemeinde mit.

Auf die Frage „wie bekommt man am Sonntag mehr Besucher in den Gottesdienst?“, sollten konstruktive Vorschläge gemacht werden. Ausgestattet mit Flipchart, einem großen Überseekoffer und einer Drehorgel, wird in einer Marketing–Schulung mit Begriffen von „Promotion“ und „Produkt“ über „Personal“ bis "Place“ jongliert. Die drei Frauen verstanden es, mit wechselnden Einsätzen und Versatzstücken, die Lachmuskeln der Zuhörer zu reizen.

Cornelia Schmidt erklärte in der Rolle einer Stewardess möglichen neuen Gottesdienstbesuchern das Prozedere in der Kirche, wobei sie darauf hinwies, dass die Kirchenbänke in der Sitzposition nicht verstellbar sind. Und: „Die Einnahme von Speisen und Getränken ist nur während des Abendmahls gestattet. Bitte akzeptieren Sie die Ihnen zugeteilte Brot-Ration und entnehmen Sie dem Kelch nur einen Schluck Wein, den Sie bitte nicht schlürfend über die Zunge rollen lassen, um ihn dann auszuspucken, denn dies ist keine Weinprobe. Und die Bibel bitte liegen lassen, sie ist keine Gratisgabe."

Ein weiteres Thema waren Einnahmen und Serviceleistungen wie beispielsweise Trauungen. Claudia Zoller stellte die Kundenkarte, die „church-card“ vor und erläuterte, welche Vergünstigungen damit zu bekommen seien. Von Sitzkissen über ein Wunschlied bis zum Geburtstagsständchen mit Posaunenchor im Wohnzimmer reiche das Angebot für eifrige Gottesdienstbesucher. Denn Promotion ist wichtig. Das könnte auch Schokolade mit dem Aufdruck „Christus, die zarteste Erlösung, seit es die Versuchung gibt" sein.

Ein Ehrenamtsseminar durfte nicht fehlen, denn manchmal möchte man, aber kann leider nicht „Nein“ sagen, wenn der Pfarrer oder die Pfarrerin ruft. "Nur wenn’s weh tut, ist's gut für's Seelenheil!“ Monika Rudolph unterzieht sich zwar einem „Selbstbehauptungstraining“. Trotzdem wird sie immer wieder rückfällig „denn ohne mich kommt doch der Pfarrer gar nicht klar“.

Die witzigen Dialoge und Lieder, von Monika Rudolph auf der Drehorgel begleitet, brachten die Zuhörer zum Lachen und lösten spontanen Beifall aus. Langanhaltender Schlussapplaus zeigte, wie gut das Trio ankam, heißt es abschließend in der Mitteilung.