Eine kontrastreiche Ausstellung zweier Künstler aus Küssaberg hat das Museum in Rheinheim, unter der Leitung von Wolfgang Zimmermann, mit der aktuellen Ausstellung zu bieten. Gezeigt werden Bilder des verstorbenen Mediziners Albrecht Sack und erstmals von Horst Schmidt, beide aus Kadelburg. Die Vernissage war gut besucht und hatte auch Publikum aus der Schweiz angelockt.

Von der Oberlausitz an den Hochrhein

Bereits im Jahre 2005 hatte der 2010 verstorbene Künstler Albrecht Sack seine Werke unter dem Motto „Liebeserklärung an die Region“ im Küssaberger Museum ausgestellt. Seine Frau Ruth stellte für die neuerliche Ausstellung noch einmal einige Werke zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren

Sack, geboren 1928 in Chemnitz, studierte Zahnmedizin und machte eine Weiterbildung zum Kieferorthopäden. Die meiste Zeit seines Berufslebens verbrachte er in der damaligen DDR, in der Oberlausitz. Schon zu jener Zeit frönte er seinem Hobby, der Aquarellmalerei. Nach seinem Berufsleben nahm er Abschied von der Oberlausitz und zog mit seine Familie an den Hochrhein. Schnell lernte er den Reiz und die Schönheit der neuen Heimat kennen und widmete sich fortan voll der Malerei.

Ein Foto des verstorbenen Künstlers Albrecht Sack mit zwei seiner Bilder.
Ein Foto des verstorbenen Künstlers Albrecht Sack mit zwei seiner Bilder. | Bild: Stefan Kurczynski

Bürgermeister entdeckt Talent

Für Horst Schmidt ist diese Ausstellung eine Premiere. Er wohnt in Kadelburg, unweit der Familie Sack. Schmidt beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Ölmalerei, hatte aber durch seine Arbeit als Produkt-Kontrolleur nur wenig Gelegenheit, seinem Hobby zu frönen.

Das könnte Sie auch interessieren

2010 entdeckte er die Vorteile der Acrylfarbe: „Ihr Vorteil ist, dass man mit Pinsel, Schwamm und sogar mit Spachtel arbeiten kann und dann interessante Effekte und Zufälligkeiten entstehen.“ Schmidts Botschaft an interessierte Betrachter: Einfach beginnen mit Malen, mit viel Mut und etwas Augenmaß und ein wenig erlernbarer Technik kann nicht viel schiefgehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Entdeckt wurde die künstlerische Neigung des Kadelburger Pensionärs von Bürgermeister Manfred Weber. Dieser war anlässlich einer goldenen Hochzeit bei Schmidts zu Besuch und entdeckte die Bilder.

Er teilte dies gleich dem Museumsvorstand Zimmermann mit, welcher sich sofort mit Schmidt traf und die Bilder in Augenschein nahm. „Leider konnten aus Platzgründen nicht alle Werke von Horst Schmidt ausgestellt werden, das soll jedoch in der nächsten Zeit einmal nachgeholt werden“, sagte Wolfgang Zimmermann bei der Vernissage.

Die Ausstellung wird bis zum 23. Juni gezeigt. Eintritt ist dann jeweils sonntags von 14.30 Uhr bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.