Bereits im Jahre 1899 haben die alten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Freiburg beim Stadtrat den Antrag auf Errichtung einer Veteranenabteilung gestellt. Durch den Hinweis, dass der Corps-Kasse dadurch keinerlei Kosten zusätzlich entstehen würden, ist dem Antrag noch im gleichen Jahr stattgegeben worden.

Rückblick auf lange Geschichte

Die Ehrenabteilung der Freiburger Feuerwehr wurde dann im Jahre 1900 gegründet und ist somit die älteste Altersabteilung in Baden-Württemberg, die offiziell anerkannt wurde. Im Jahre 1973 entstand die Gemeinde Küssaberg und ihre Feuerwehr. Ihr erster Kommandant wurde Hans Schleicher aus Dangstetten. Aber für Küssaberg war noch keine Altersabteilung in Sicht.

Im Jahr 1994 ergriff der damalige Kommandant Christian Moser die Initiative und wollte endlich Nägel mit Köpfen machen. Gemeinsam mit 15 Kameraden gründeten sie im Dangstetter Feuerwehrhaus die erste Altersabteilung der Küssaberger Feuerwehr. Erster Obmann (Vorsitzender) wurde Fredi Bercher. Die Altersabteilung besteht laut der Feuerwehrsatzung zurzeit aus den Kameraden der Wehren aus Kadelburg, Rheinheim, Reckingen, Dangstetten, Küßnach und Bechtersbohl.

Bei den Jugendlichen gern gesehen

Grundsätzlich werden die Kameraden ab 65 Jahren in die Altersabteilung versetzt. Bei gemeinschaftlichen Unternehmungen informieren sie sich weiter und wenn dann junge Kameraden kommen und etwas wissen wollen, sind sie allzeit bereit, zu helfen. Wenn sie auch nicht mehr aktiv am Einsatz beteiligt sind, sind sie auf ihre Art die gute Seele der Feuerwehr in Küssaberg.

In den Jugendfeuerwehren sind sie gerne gesehen und können sich durch ihr Engagement auf ihre Arbeit gut konzentrieren. Wenn Zusammenkünfte sind, wie bei dieser im Feuerwehrgerätehaus in Dangstetten, sind immer „drei Engel und ein Bengel“ zur Stelle, die alles an Essen und Trinken organisieren. Gemeint sind Petra Roder, Bärbel Gehringer, Margot Klauser und Gerhard Roder.

Erhard Heide, Obmann des Feuerwehr-Kreisverbandes von Waldshut, erklärte: „Ich bin voll des Lobes über die ganze Organisation und die Zusammenarbeit der Kameraden, die hier in der Abteilung von Küssaberg zu finden ist. Ihr Obmann Peter Amann hat seine Truppe im Griff, es ist ein wunderbarer Zusammenhalt, so wie ich es mir gelegentlich auch bei anderen wünschen würde. Sie besuchen Lehrgänge, informieren sich weiter und sind stets hilfsbereit, den Jüngeren gegenüber.“ Auch bei ihnen gilt der Leitspruch: „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr, einer für alle, alle für einen.“