Auf die Idee einer virtuellen Schulterklopfmaschine kam man in der Gemeinde durch einen Spruch von Gemeindepräsident Peter Weber. Er pflegt, wenn jemand etwas besonders gut gemacht hat, zu sagen: „Jetzt kannst du dich eine halbe Stunde unter die Schulterklopf­maschine stellen.“ Der Spruch blieb hängen – und in einer Klausur des Gemeinderates fragte sich das Gremium, ob eine solche Maschine realisierbar wäre.

Idee kommt gut an

Ein Konzept wurde ausgearbeitet, Sponsoren gesucht. „Die Resonanz war in- und außerhalb des Mettauertals groß“, freut sich Weber. Ein Crowdfunding brachte über 20.000 Franken ein und über 50 Sponsoren und Spender sprangen auf den Gut-gemacht-Zug auf. Bald war auch klar, wo die Maschine eingebaut werden soll: in der letzten Telefonzelle im Dorf.

Optimal ist der Standort bei der ehemaligen Post und dem heutigen Café Nova: Mitten im Dorfteil Mettau, an der Hauptstraße durch das Tal. So fällt die Maschine auf und kann auch von Touristen und Wanderern bestaunt und benutzt werden. „Die Maschine ist zum einen für unsere Einwohner gedacht, die sich hier eine Belohnung abholen können“, sagt Weber. Zum anderen soll sie aber auch Leute ins Tal locken, um die erste und einzige Gut-gemacht-Maschine zu bestaunen. Tourismuswerbung à la Mettauertal.

Die Besucher erfahren von der Maschine – einem Computer – auch einiges über das Tal, und die Sponsoren erhalten eine Plattform. Als Hauptsponsoren mit an Bord sind neben Firmen aus dem Tal auch der Jurapark Aargau, Swisslos und die Neue Aargauer Bank.

Und so funktioniert‘s

Das Prinzip ist simpel: Die Person, die sich belobigen lassen will, tritt in die Telefonkabine, erzählt der Maschine, was sie gut gemacht hat, oder wählt das zu Belobigende aus einer Liste aus. Als Belohnung gibt es dann ein musikalisches Schulterklopfen und einen Gutschein, etwa für einen Kaffee. Da kann man nur sagen: Gut gemacht, Gemeinde Mettauertal.

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