Fall 1: Senioren übergeben mehrere tausend Euro

Ein Seniorenpaar aus Lörrach ist am Mittwochmittag durch einen Enkeltrickbetrug um einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag betrogen worden. Das Seniorenpaar wurde zunächst durch einen unbekannten Täter angerufen. Dieser vermittelte, dass er sich in einer finanziellen Notlage befinden würde und dringend Geld benötige.

In einem längeren Telefonat überzeugte er das Seniorenpaar mehrere tausend Euro zur Verfügung zu stellen und sicherte eine zügige Rückgabe mit Gewinn zu. Kurze Zeit nach dem Telefonat erschien ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift und es wurde ihm ein Umschlag mit dem Bargeld übergeben.

Personenbeschreibung: Der Mann soll laut Polizei etwa 40 Jahre alt und 1,80 Meter groß gewesen sein. Er sprach deutsch mit ausländischem Akzent und hatte lichtes, braunes, kurzes Haar und einen Drei-Tage-Bart. Weiterhin trug er eine Brille und einen dunklen ölivgrünen Jacke und einer helleren, ebenfalls grünlichen Hose bekleidet.

Fall 2: Geldübergabe nach Schockanruf

Bei einem zweiten Fall, der sich ebenfalls in Lörrach ereignete, übergab eine Seniorin nach einem sogenannten Schockanruf einen mittleren fünfstelligen Betrag Frau übergeben.

Personenbeschreibung: Laut Polizei ist die Frau 30 bis 40 Jahre alte, etwa 1,60 Meter groß, etwas korpulent, hat dunkle schulterlange Haare und ein rundes Gesicht. Die Oberbekleidung bestand aus einer schwarzen Hose und einem schwarzen Pullover.

Zeugenaufruf

Die Kriminalpolizei, Telefon 07761/934-500, sucht Zeugen, denen die beschriebenen Personen gestern Mittag oder Nachmittag (7. Oktober) vor allem im Bereich Brombach aufgefallen waren oder sonstige verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Aktuell komme es im Landkreis Lörrach, vor allem im Bereich Markgräflerland, Weil am Rhein und Lörrach, zu einer starken Häufung von Anrufen von Telefonbetrügern. Auch im Stadtgebiet von Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald werden der Polizei vermehrt Fälle gemeldet.

Die Masche

Die Betrüger geben sich am Telefon als Enkel oder Verwandte aus und täuschen eine Notlage vor. In den weiteren Gesprächen wird dann um Geld gebeten.

Tipps der Polizei gegen den Enkeltrick

E-Mail-Betrug nach Anruf in der Schweiz

Ende September vermeldete die Kantonspolizei Schaffhausen, dass vermehrt Meldungen über eine neuere Online-Betrugsmasche eingehen: Nach einem ersten telefonischen Kontakt durch die Betrüger, dieses Mal im Namen der kantonalen Verwaltung, wird durch einen angeblichen Kurierdienst eine E-Mail versandt. In dieser befindet sich als Anhang eine PDF-Datei mit einem Link, auf welchen man klicken soll. Bei einem Klick auf diesen wird jedoch Malware auf das Gerät heruntergeladen. Die Polizei warnt: „Klicken Sie keinesfalls darauf!“ Denn: Klickt das Opfer nun auf diesen Link, lädt es sich eine heimtückische Malware herunter.

Falls der Link bereits angeklickt worden ist, sollte das Gerät nicht weiter genutzt werden, da die Betrüger nun die Zugangsdaten zu Onlinediensten mitlesen können. „Lassen Sie Ihr Gerät komplett neu aufsetzen und erstatten Sie eine Strafanzeige“, so die Kantonspolizei.

Das könnte Sie auch interessieren

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €