Die beiden agilen Jubilare, die auch Jahre nach der Übergabe des Landgasthofes 1998 an die fünfte Generation noch sehr mit den Gästen verbunden sind, bedauern es sehr, dass derzeit nur in bescheidenem Umfang gefeiert werden kann. Das Paar freut sich aber umso mehr, dass der Dankgottesdienst in der benachbarten Hl. Kreuz-Kirche möglich ist.

Josef Ebner (85) stammt aus Birndorf. Seine Bodenständigkeit, aber auch seine Aufgeschlossenheit für Themen weit über die Ortsgrenzen hinaus, zeichnen ihn ebenso aus, wie seine Leidenschaft für die Brennerei edler Spirituosen, mit der er vielfach mit Medaillen ausgezeichnet worden ist. Seine Begeisterung für die Natur verband Josef Ebner auch mit seinen Weihnachtsbäumen, deren Heranwachsen all die Jahre für ihn eine Herzensangelegenheit waren. Jahrzehnte war der Waidmann auch Mitglied der Jagdhorn-Bläsergruppe, mit der er bis heute beste Kontakte pflegt. Seine Liebe zur Heimat und speziell zu Birndorf führte auch dazu, dass der Jubilar zum 1200-jährigen Jubiläum seines Heimatortes ein Buch über sämtliche Hausnamen und ihre Bedeutung verfasst und so ein wertvolles Stück zum Erhalt der Heimatgeschichte beigetragen hat.

Ehe Josefine Ebner (86) ist mit acht Geschwistern auf der Landwirtschaft der Eltern in Hüttisheim bei aufgewachsen. Sie absolvierte eine Ausbildung als ländliche Hauswirtschafterin auf Schloss Wolfegg. Nachdem sie Mitte der 1950er Jahre Josef Ebner aus Birndorf kennengelernt hatte, vervollständigte die Jubilarin ihre gastronomischen Kenntnisse im damaligen Hotel Albtal in Albbruck. Mit der Heirat kam Josefine Ebner in den Birndorfer „Hirschen“. Sie stand am Küchenherd, kümmerte sich um Tagesgäste und Urlauber und gab ihr berufliches Können wie auch ihre Herzlichkeit an zahlreiche Lehrlinge weiter. Auch diese waren im „Hirschen“ daheim und hatten vollen Anschluss an die Familie.

Fünf Enkel und drei Urenkel

Zum heutigen Fest gratulieren nicht nur die fünf Kinder des Paares, sondern auch zehn Enkel und drei Urenkel. Die diamantenen Hochzeiter genießen den Alltag im eigenen Heim mit Blick auf den „Hirschen“ und sind zuversichtlich, dass das Traditions-Gasthaus mit den heute am Herd stehenden Enkeln einer guten Zukunft entgegensieht.