Im ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen wählten die Partnergemeinden der Städte und Gemeinden am Hochrhein völlig unterschiedlich: In vier Gemeinden (Bandol, Sanary-sur-mer, Le Grand-Lemps und Le Croisic) lag Präsident Emmanuel Macron vorne, in fünf anderen (Fecamp, Les Castellet, Mehun-sur-Yèvre und Plombières-les-Bains und Ailleviller) ging der erste Wahlgang an die rechtsradikale Marine Le Pen.

Emmanuel Macron mit Marine Le Pen.
Emmanuel Macron mit Marine Le Pen. | Bild: LUDOVIC MARIN

Am größten war der Vorsprung Macrons in Laufenburgs Partnerstadt Le Croisic (35,8 Prozent gegenüber 19,6 Prozent), knapper war es in Bandol, Partnerstadt von Wehr, mit 29,8 Prozent gegenüber 25,7 Prozent. Bad Säckingens Partnergemeinde Sanary-sur-mer erhielt Macron 29,7 Prozent der Stimmen, Le Pen erreichte 27,7 Prozent. Auch Dogerns Partnergemeinde Le Grand-Lemps wählte mehrheitlich für den amtierenden Präsidenten: Macron lag hier mit 28,4 Prozent vor Le Pen, de auf 25 Prozent kam.

Wo Le Pen vorne lag

Marine Le Pen konnte in einigen Städten Amtsinhaber Macron überrunden, so beispielsweise in Fecamp, der Partnerstadt von Rheinfelden. Hier holte sie 30,9 Prozent, Macron hingegen nur 27,1 Prozent. In Plombières-les-Bains, der Partnerstadt von Rickenbach, lag Marine Le Pen mit 29 Prozent knapp vor Emmanuel Macron (27,4); ebenso in Mehun-sur-Yèvre, Partnergemeinde von Murg, mit 30,1 zu 29,3 Prozent.

Noch deutlicher war der Vorsprung der rechtsradikalen Le Pen in Les Castellet, Partnerstadt von Herrischried, wo sie mit 30,2 Prozent fast fünf Prozentpunkte vor dem Amtsinhaber Macron (25,3 Prozent) lag. Mehr als doppelt so viele Stimmen wie Macron erreichte sie in Schwörstadts Partnergemeinde Aillevillers, das mit knapp 1700 Einwohnern allerdings sehr klein ist: Hier kam sie auf 44 Prozent der Stimmen, Macron nur auf 19,5 Prozent.

Die Partnerstadt der Kreisstadt Waldshut-Tiengen Blois wählte weder Macron noch Le Pen auf Platz 1: Hier lag der Linke Jean-Luc Mélenchon mit 28,5 Prozent knapp vor Macron (28,3 Prozent), Le Pen kam mit 18,7 Prozent nur auf Platz 3.

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