Ein ungewöhnliches Jahr bilanzierten die Brenner im Bezirk Waldshut, die sich in Albbruck-Unteralpfen trafen, um die Urkunden für ihre prämierten Edelbrände vom Verband Badischer Klein- und Obstbrenner in Empfang zu nehmen.

Denn Corona wirkte sich auch hier aus: So bedauerte Klaus Lindenmann, Geschäftsführer des Verbandes, dass die Prämierung „Baden Best Spirits 2020“, die alle zwei Jahre auf dem Plan steht, in diesem Jahr erst so spät stattfinden konnte. „Wir hatten alles vorbereitet, dann machte uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung“, sagte er. Die Verkostung musste verschoben und auf vier Tage verlängert werden.

3068 Brände und Liköre

In diesem Jahr stellten 321 badische Brenner ihre Produkte zur Prämierung an, die 1949 zum ersten Mal stattfand und inzwischen zu den weltweit größten Veranstaltungen dieser Art zählt.

Mit den Kleinbrenner-Ehrenpreis ausgezeichnet wurden, von links: Josef Ebner (Albbruck-Birndorf), Josef Waßmer (Bad Säckingen), Bernd Döbele (Murg) und Marco Indlekofer (Wutöschingen).
Mit den Kleinbrenner-Ehrenpreis ausgezeichnet wurden, von links: Josef Ebner (Albbruck-Birndorf), Josef Waßmer (Bad Säckingen), Bernd Döbele (Murg) und Marco Indlekofer (Wutöschingen). | Bild: Manfred Dinort

Insgesamt wurden 3068 Brände und Liköre angestellt, die größten Produktgruppen waren Williams-, Kirsch- und Mirabellenbrände. Stark vertreten waren aber auch sortenreine Apfel-, Zwetschgen-, Zibarten- Trauben- und Quittenbrände. Daneben gab es eine weitere Palette mit speziellen Produkten, etwa aus Brombeeren, Erdbeeren, Hagebutten, Holunder, Blaubeeren, Preiselbeeren, Wacholder und Walnuss.

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Es wurden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben. Neben den „Top Ten Betrieben“ wurden Betriebe mit der höchsten Punktzahl mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Gleichzeitig wurden in der Produktgruppe Liköre die fünf besten Betriebe geehrt.

Die drei besten Betriebe bei den Bränden kommen aus der Ortenau. Als Obstbrand des Jahres wurde ein Obstbrand aus Äpfeln und Birnen ausgelobt, ein Produkt der Brennerei Hettig aus Durbach. Erfreulich sei der stetige Rückgang der Produkte, die keine Prämierung erhalten, so Klaus Lindenmann.

Die Brenner-Elite des Kreises Waldshut, von links: Siegbert Eckert (Albbruck-Buch), Bernhard Rebmann (Stühlingen), Josef Winkler (Albbruck-Buch), Stefan Marder (Bezirksvorsitzender, Albbruck-Unteralpfen), Sascha Albiez (Laufenburg), Matthias Ebi (Waldshut-Tiengen), Tina Leutze (Stühlingen-Weizen), Franz Indlekofer (Albbruck-Birkingen), Andreas Preiser (Weizen), Josef Ebner (Albbruck-Birndorf), Christian Schmutz (Eggingen), Josef Waßmer (Bad Säckingen), Marco Indlekofer (Wutöschingen), Thomas Thomann (Bad Säckingen- Wallbach) und Bernd Döbele (Murg).
Die Brenner-Elite des Kreises Waldshut, von links: Siegbert Eckert (Albbruck-Buch), Bernhard Rebmann (Stühlingen), Josef Winkler (Albbruck-Buch), Stefan Marder (Bezirksvorsitzender, Albbruck-Unteralpfen), Sascha Albiez (Laufenburg), Matthias Ebi (Waldshut-Tiengen), Tina Leutze (Stühlingen-Weizen), Franz Indlekofer (Albbruck-Birkingen), Andreas Preiser (Weizen), Josef Ebner (Albbruck-Birndorf), Christian Schmutz (Eggingen), Josef Waßmer (Bad Säckingen), Marco Indlekofer (Wutöschingen), Thomas Thomann (Bad Säckingen- Wallbach) und Bernd Döbele (Murg). | Bild: Manfred Dinort

Insgesamt seien es diesmal nur 175 Proben (5,7 Prozent) gewesen, die keine Prämierung erhalten hätten. Das sei ein deutlicher Hinweis auf die steigende Qualität der Produkte aus den Brennereien. Dabei hätten die Kleinbrenner mit Likören, Bränden mit Fruchtauszug oder Wildobstbränden inzwischen eine wachsende Produktpalette anzubieten. Wo es das Obst zulässt, werden reine Brände hergestellt. Dabei werden bis zu 20 Kilogramm Früchte für eine Flasche Destillat eingesetzt.

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