Amy (3) und Lars (2) sind zwei Rinder, denen vor Kurzem noch der Schlachthof drohte. Olivier Bieli und weitere Mitglieder vom Tierschutzverein „Hilfe für Tiere in Not“ haben die beiden Kühe gerettet. Hier die ganze Geschichte.

„Amy und Lars standen seit Beginn ihres Lebens in einem dunklen Kuhstall, angekettet, gänzlich ohne Bewegungsfreiheit. Für die neugierigen und sozialen Tiere eine Tortur“, erzählt Tierschützer Olivier Bieli. Der Landwirt, dem die beiden Kühe gehörten, hatte wegen fehlender Rendite seine Milchproduktion eingestellt, so Bieli. Alle anderen Rinder im Stall dieses Landwirts waren bereits geschlachtet worden, wie Tierschützer Olivier Bieli berichtet. Auch den beiden jungen Kühen Lars und Amy drohte der Schlachthof. Doch dann kam alles anders.

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Denn die beiden seien nicht nur dem Landwirt selbst, sondern auch einer Hofbesucherin ans Herz gewachsen. Diese kenne die beiden Tiere von klein auf und habe nicht ertragen, dass sie geschlachtet werden sollten, so Bieli. So sandte sie einen Hilferuf an den Gnadenhof Papillon im französischen Munchhouse, den Bieli mit dem Tierschutzverein betreibt, und dieser handelte umgehend.

Auch Lars (rechts) wird freundlich im neuen Zuhause in Empfang genommen.
Auch Lars (rechts) wird freundlich im neuen Zuhause in Empfang genommen. | Bild: Olivier Bieli

Lars und Amy wurden auf einen Kuhgnadenhof in der Nähe von Stuttgart überführt, erzählt Bieli.

So verlief der Transport

Montag, 20. Juli: Die beiden Kühe wurden bereits früh am Morgen verladen – wegen der drohenden Hitze. „Obwohl Amy und Lars noch kein Verladen kennen, klappte der Einstieg in den LKW zum Erstaunen aller zügig“, berichtet Bieli. Die Rettung dauerte von fünf Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags an. „Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Neugierig werden Lars und Amy von ihrer neuen Familie beschnuppert“, erzählt Bieli. Amy und Lars dürfen bis zu ihrem natürlichen Tod auf dem Gnadenhof weiterleben.

Doch Bieli gibt zu bedenken: „Für Abermillionen anderer Tiere nimmt das Grauen kein Ende. Doch wir haben es selbst in der Hand Tierleid zu verhindern. Denn Tierschutz beginnt auf dem Einkaufszettel.“

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