Die Analyse der Pisten und Rollbahnen für Flugzeuge ist wesentlich zur Gewährleistung eines sicheren Flugbetriebs – einer der Grundaufträge aller Flughäfen. Zur Optimierung der Kontrollen, die bisher nachts von den Mitarbeitenden durchgeführt wurden, beschloss der Flughafen Basel-Mulhouse ein innovatives Verfahren einzuführen: die automatisierte Kontrolle per Fahrzeug mit 3D-Lasersensoren. Damit kann die Arbeit, die bisher 25 Nächte dauerte, auf einen vierstündigen Einsatz reduziert werden. Der Euro-Airport gehört, den Angaben der Geschäftsführung zufolge, zu den ersten drei Flughäfen Frankreichs, welche die Technologie anwenden und nimmt somit eine Pionierrolle ein.

Weniger Zeit, mehr Präzision

Es ist ein ungewöhnliches Fahrzeug, das seit September zur Streckenkontrolle eingesetzt wird. Ausgestattet mit zahlreichen Kameras, 3D-Lasersensoren und einem Onboard-Server lautet die Mission: jeden Quadratzentimeter der Hauptpiste des Flughafens Basel-Mulhouse auf die geringsten Unebenheiten zu kontrollieren.

Blick in das Fahrzeug: Hier werden die Daten gesammelt.
Blick in das Fahrzeug: Hier werden die Daten gesammelt. | Bild: Dominique Giannelli, Aximum

Mit einer Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern werden die gesamten 3,9 Kilometer der Hauptpiste in weniger als vier Stunden vermessen.

Wie wurde bislang kontrolliert?

„Bisher wurde die Kontrolle zu Fuß und nachts von einem Team von Technikern des Euro-Airports zwischen Mitternacht und 5 Uhr während der Nachtflugsperre durchgeführt. Die akribische Arbeit nahm jeweils 25 Nächte in Anspruch und fand bei jedem Wetter statt“, heißt es in einer Mitteilung. Nun sollen das zukünftige Arbeiten besser geplant und die Messtechniken harmonisiert werden, was eine 2D- und 3D-Karte der Piste ermöglichen soll, wie in einer Mitteilung informiert wird.