Der Schweizer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Paul R. Seger, besuchte jüngst die Hochrheinkommission (HRK). Gegenstand eines Kamingesprächs waren die Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland sowie die Zusammenarbeit in der Hochrheinregion.

Was wurde zum Endlager besprochen?

Natürlich war auch die Endlagersuche für den Schweizer Atommüll Gesprächsthema. Vertieft wurde das Thema aber nicht, wie Vanessa Edmeier, Geschäftsführerin der Kommission auf Nachfrage erklärt. Die Hochrheinkommission sei in die Standortevaluation nicht involviert. „Wir begrüßen es sehr, dass in diese Regionalkonferenzen Gebietskörperschaften auf beiden Seiten des Rheins einbezogen sind“, so Edmeier.

„Der deutsch-schweizerische Hochrhein ist punkto Energie ein ganz wichtiger Grenzraum inmitten Europas. Die Wasserkraft des Rheins, die gemeinsamen Flusskraftwerke und der Laufenburger Stern als Rückgrat der europäischen Energieversorgung zeugen davon. Gerade unter der drohenden Mangellage braucht es den intensiven Kontakt zwischen Bern und Berlin“, konstatiert der HRK-Präsident und Aargauer Energiedirektor Stephan Attiger.

Direkter Draht

„Die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass wir das Bewusstsein in Bern und Berlin für die ganz besonderen Bedürfnisse der Grenzregion weiter schärfen müssen. Dank einem direkten Draht zwischen den verschiedenen Regierungsebenen wollen wir ein möglichst reibungsloses und einvernehmliches Zusammenleben sicherstellen“, sagte Botschafter Paul R. Seger.

Die Hochrheinkommission (HRK) ist eine partnerschaftliche Einrichtung zur weiteren Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Hochrhein. Partner sind die Kantone Aargau und Schaffhausen, das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Lörrach und Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee und die Planungsverbände Fricktal Regio und ZurzibietRegio.

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